Paris/Wien. Die European Union of Private Higher Education (EUPHE) kürt Modul-Rektor Karl Wöber zum neuen Präsidenten.
Die European Union of Private Higher Education (EUPHE) hat Univ.-Prof. Karl Wöber – er ist Rektor der Modul University Vienna Privatuniversität und Vertreter der Österreichischen Privatuniversitätenkonferenz (ÖPUK) – zum neuen Präsidenten gewählt.
Mit der Wahl, die im Rahmen der EUPHE-Jahrestagung an der Paris School of Business stattfand, übernehme Karl Wöber die Führung des europäischen Dachverbands privater Hochschulen, der mehr als 700 private Hochschulen und Universitäten aus acht europäischen Ländern mit insgesamt über 1,4 Millionen Studierenden vereint. Die nächste Jahrestagung der EUPHE soll 2027 in Wien stattfinden.
Die Aufgaben
Die in Brüssel ansässige EUPHE positioniert sich als europäisches Netzwerk privater und unabhängiger Hochschulen und Universitäten. Sie vertrete die Interessen privater Hochschulen gegenüber europäischen Institutionen, Regierungen und weiteren Akteuren des Hochschulsektors.
Zu den zentralen Aufgaben der Organisation zählen die Förderung der Zusammenarbeit zwischen privaten Hochschulen in Europa sowie der Austausch von Erfahrungen und Best Practices in Lehre, Forschung und Hochschulmanagement. Darüber hinaus engagiert sich die EUPHE in der Beobachtung und Mitgestaltung europäischer Hochschulinitiativen – etwa Erasmus+, Akkreditierungsverfahren oder den European Degree – und entwickelt gemeinsame Positionen zu hochschul- und bildungspolitischen Themen auf europäischer Ebene.
Generell will man die Interessen privater Hochschulen stärken, was der neue Präsident Wöber sich sowohl auf europäischer wie österreichischer Ebene vorgenommen hat. Wöber: „Innerhalb Europas bestehen erhebliche Unterschiede, etwa bei der Zulässigkeit der Namensgebung, der Vielfalt des Studienangebots oder dem Umfang staatlicher Finanzierung privater Hochschulen. Diese Unterschiede beeinflussen auch die Attraktivität privater Hochschulen und führen mitunter zu Wettbewerbsverzerrungen – insbesondere dann, wenn Hochschulen ihre Studienangebote grenzüberschreitend in anderen europäischen Ländern anbieten.“
Beim Qualitätsmanagement sieht Wöber den Europäischen Hochschulraum bereits gut aufgestellt: „Dank der Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area (ESG) verfügt der Europäische Hochschulraum über ein gemeinsames Referenzsystem, das vergleichbare Qualitätsstandards in allen Ländern gewährleistet. Gemeinsam mit meinem Executive Team möchte ich durch Best-Practice-Beispiele die Bedeutung und Leistungsfähigkeit unseres Hochschulsektors sichtbar machen.“
In Österreich sind Privatunis kein großes Thema
Interessant ist, dass der neue EUPHE-Präsident aus jenem Land kommt, das den niedrigsten Privatuni-Anteil aufweist: Demnach studieren hierzulande lediglich etwas mehr als vier Prozent aller Studierenden an privaten Hochschulen – der niedrigste Anteil unter den Mitgliedsländern der EUPHE. In Deutschland liegt dieser Anteil bei rund neun Prozent, in Frankreich bei 14 Prozent und in Polen bei mehr als einem Viertel.
Univ.-Prof. Karl Wöber ist Gründungsrektor der Modul University Vienna Privatuniversität. Von 2012 bis 2024 war er Vorsitzender der Österreichischen Privatuniversitätenkonferenz (ÖPUK). Dem neu gewählten Vorstand der EUPHE gehören neben Wöber Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland, Irland, Slowenien und Spanien an.
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