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Digitalisierung der Rechtsabteilung: Event von Future-Law, VUJ, LexisNexis

©ejn

Wien. Am 25. Juni 2026 veranstalteten Future-Law, VUJ und LexisNexis die Online-Fachtagung „Die Digitalisierung der Rechtsabteilung“. Rund 100 Teilnehmer folgten der Einladung.

Rund 100 Teilnehmer aus Rechtsabteilungen und Unternehmen folgten laut Aussendung einer Einladung von Future-Law, der Vereinigung der österreichischen Unternehmensjuristinnen und -juristen (VUJ) und LexisNexis zu der rund dreistündigen Online-Veranstaltung „Die Digitalisierung der Rechtsabteilung – KI, Legal Tech und digitale Organisation für JuristInnen“ am 25. Juni 2026.

Human in Command

Eröffnet wurde die Tagung von Sophie Martinetz, CEO von Future-Law und Direktorin des WU Legal Tech Centers, sowie Dominik Schelling, Vorstandsmitglied der VUJ.

Schelling erklärte, dass sich Rechtsabteilungen heute in sehr unterschiedlichen Stadien der Digitalisierung befinden und, dass der Erfahrungsaustausch sowie praxisnahe Weiterbildung wichtiger ist denn je. „Das Ziel muss sein, Rechtsabteilungen von einer reaktiven Funktion hin zu einem strategischen Business Partner zu entwickeln“, so Schelling.

„Human in Command bedeutet mehr als nur ein Häkchen setzen. Juristinnen und Juristen haben eine ausgezeichnete Ausbildung, sie sollen die KI steuern und für sich arbeiten lassen, nicht umgekehrt. Wer nur kontrolliert, was die Maschine vorgibt, verschenkt den größten Mehrwert des Berufs“, so Martinetz.

Podiumsdiskussion über die Praxis

Bei einer Podiumsdiskussion berichtete Martin Kammandel von der Deutschen Telekom über die Einführung generativer KI. Marc Geiger von Gleiss Lutz stellte dar, wie seine Kanzlei eigene Legal-Tech-Lösungen entwickelt, darunter den „Fact Tracker“ für Compliance-Verfahren.

Barbara Lampl, Verhaltensmathematikerin und Gründerin von empathic business, warnte davor menschliche Workflows unreflektiert auf KI-Systeme zu übertragen. Susanne Mortimore, CEO von LexisNexis Österreich, analysierte, wie KI die juristische Recherche verändert und wie automatisierte Workflows das einzelne Prompten zunehmend ablösen.

In anschließenden Workshops präsentierten unter anderem Carina Berger (Österreichische Post), Ruben Tosunyan (Boehringer Ingelheim), Manuela Kohl (TÜV Austria), Rebecca Schnelle (Hartmann Group), Natalie Alon (Novo Nordisk) und Gerald Dipplinger (PwC) mehrere Digitalisierungsprojekte aus ihren Organisationen – von Dokumentenautomatisierung über Legal Intake bis hin zu datenschutzkonformem Datenmanagement vor dem KI-Einsatz.

Neues Praxisbuch

Das Online-Event begleitete auch die Veröffentlichung eines neuen Praxisbuchs, herausgegeben von Future-Law Gründerin Sophie Martinetz. Das Buch ist im Springer Gabler Verlag erschienen und beinhaltet unter anderem Erfahrungen aus rund 30 Rechtsabteilungen im DACH-Raum, darunter OMV, Deutsche Telekom und Boehringer Ingelheim.

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