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Business, Recht

Kanzlei Fieldfisher erreicht beim Jahresumsatz 470 Millionen Euro

Thomas Ruhm ©Christina Anzenberger-Fink

London/Wien. Fieldfisher legt beim Umsatz um vier Prozent auf 470 Mio. Euro zu. Das 2023 gegründete Wiener Büro entwickle sich gut.

Die europäische Wirtschaftskanzlei Fieldfisher hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von vier Prozent erzielt, so eine Aussendung. Trotz umfangreicher Investitionen und weiterer Expansionsschritte mit der Eröffnung von vier neuen Büros in Polen (Warschau, Krakau) und Portugal (Lissabon, Porto) betrug der jetzt veröffentlichte, kanzleiweite Umsatz im Zwölfmonatszeitraum bis 31. März 2026 demnach 398 Millionen britische Pfund (knapp 470 Mio. Euro).

Die Länder und Regionen

Besonders starke Ergebnisse habe die Kanzlei in Österreich, Frankreich, Deutschland, Irland und Großbritannien verzeichnet. Zweistelliges Wachstum gab es demnach in mehreren zentralen Praxisgruppen wie People & Work, Personenschäden und medizinische Behandlungsfehler sowie Immobilienrecht. Insgesamt beschäftigt die Kanzlei derzeit mehr als 2.200 Menschen in 28 Büros und 14 Ländern. Der Hauptsitz ist in London, das Wiener Büro besteht seit drei Jahren.

Der Ausbau

„Wir haben Büros in Polen und Portugal eröffnet, unsere Präsenz in Irland durch den Zusammenschluss mit Regan Wall LLP gestärkt, umfangreich in unseren Standort Belfast investiert und unsere Technologie- und KI-Kompetenzen weiterentwickelt. Damit unterstreichen wir unser Ziel, eine noch stärker vernetzte, integrierte und leistungsfähige europäische Kanzlei aufzubauen“, so Robert Shooter, Managing Partner von Fieldfisher.

Hervorgehoben wird auch der Ausbau des Innovations- und KI-Hubs „Fieldfisher X“ in Berlin. Weiters wurde ein AI Director eingeführt und eine neue, kanzleiweite KI-Strategie gestartet.

So schneidet Österreich ab

Kanzleiintern an der Spitze beim Wachstum steht Irland mit einem Plus von 25 Prozent verglichen mit dem vorangegangenen Geschäftsjahr. Treiber waren die anhaltend starke Marktnachfrage und die Integration von Regan Wall LLP.

Doch auch Österreich habe erfreuliche Ergebnisse erzielt, ebenso wie Frankreich, Deutschland und Großbritannien. „Wir freuen uns, dass sich der Standort Österreich im vergangenen Geschäftsjahr so positiv entwickelt hat. Unser Wachstum bestätigt die hohe Nachfrage nach grenzüberschreitender und spezialisierter Rechtsberatung in unseren Kernsektoren“, so Thomas Ruhm, Country Managing Partner Österreich.

Die enge Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in ganz Europa ermögliche es, „Mandanten bei komplexen internationalen Fragestellungen effizient und praxisnah zu begleiten. Die Investitionen der Kanzlei in Innovation, Technologie und künstliche Intelligenz schaffen dabei zusätzliche Mehrwerte für unsere Mandanten und stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig“, so Ruhm.

Die Mandate

Zu den internationalen Mandantinnen und Mandanten von Fieldfisher im vergangenen Jahr gehörte Google (Vertretung vor dem Court of Appeal in einem markenrechtlichen Verfahren des High Court zur Verwendung der Bezeichnung „YouTube Shorts“). Auch bei der Vertretung des Südsudan in einem ICC-Schiedsverfahren mit einem Streitwert von mehr als 2,7 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit einer Telekommunikationslizenz sei man erfolgreich zur Seite gestanden. Weiters war Fieldfisher die federführende Kanzlei in den BlueSky-Verfahren zur Rückgewinnung von Kryptowerten vor englischen Gerichten. Und man wurde das europäische Legal Panel von Air China aufgenommen – ein grenzüberschreitendes Team aus mehreren europäischen Jurisdiktionen, das die Fluggesellschaft in Fragen des Luftverkehrs-, Arbeits-, Compliance-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrechts unterstützt.

Die Pläne für Österreich

Für die Positionierung und künftige Entwicklung der Kanzlei in Österreich zeigt sich Thomas Ruhm positiv gestimmt: „Wir sehen für den österreichischen Markt großes Potenzial und werden unseren Fokus auch künftig auf exzellente Mandantenbetreuung, den Ausbau unserer Branchenexpertise sowie die Gewinnung herausragender Talente legen.“

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