Bericht. Die österreichische Finanzpolizei hat zuletzt 1.327 ausländische Betriebe mit Personal in Österreich auf Lohn- und Sozialdumping kontrolliert.
Die österreichische Finanzpolizei hat im Jahr 2025 insgesamt 1.327 ausländische Betriebe kontrolliert, die Personal nach Österreich entsenden oder überlassen. Das geht laut Parlamentskorrespondenz aus dem Bericht über den „Kontrollplan 2025“ hervor, den das Finanzministerium vorgelegt hat.
Die Finanzpolizei kontrolliert regelmäßig, ob nach Österreich entsendete oder überlassene Arbeitskräfte ausreichend entlohnt werden. So soll Lohn- und Sozialdumping verhindert werden. Nachdem die Finanzpolizei im Jahr 2024 das Ziel von 1.300 Kontrollen verfehlt hatte, wurde es im Jahr 2025 übererfüllt.
3.691 Arbeitnehmende kontrolliert
Bei den 1.327 Kontrollen wurden insgesamt 3.691 entsendete oder überlassene Arbeitnehmende überprüft:
- 274 davon, also rund 8 %, waren von potenzieller Unterentlohnung betroffen.
- Die meisten Betroffenen (154) gab es in Oberösterreich, wobei in diesem Bundesland auch die meisten Personen kontrolliert wurden (907).
- Wegen des Nichtbereithaltens bzw. Nichtbereitstellens von Lohnunterlagen hat die Finanzpolizei 433 Strafanträge gestellt.
- Insgesamt wurden Geldstrafen in der Höhe von 5,37 Mio. Euro beantragt.
Schwerpunkte lagen in Kontrollen an den Grenzen, in den Bereichen Straßentransport, Hotel und Gastronomie sowie Fastfood, Würstelstand und Döner. Auch in der Security- und Eventbranche sowie im Bau- und Baunebengewerbe gab es Schwerpunktkontrollen.
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