Banken. Die aktuelle Regionalbankenstudie von zeb Austria beinhaltet erstmals auch eine Auswertung nach Bundesländern. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede.
Für Österreichs Regionalbanken, die mehr als 90 % der heimischen Bankinstitute umfassen, war 2025 ein durchwachsenes Jahr. Zwar konnten die Brutto-Erträge in Summe um 2,77 % auf 13,875 Milliarden Euro gesteigert werden, das Geschäft mit Firmenkunden ging allerdings um 4,64 % zurück. Deutlich besser lief es hingegen im Privatkundengeschäft, wo ein Wachstum von 7,88 % zu verzeichnen war, so die Ergebnisse der Regionalbankenstudie 2026 von zeb Austria.
„Analysiert man das Studienergebnis von der Produktseite her, so zeigt sich, dass die Erträge bei den Provisionen deutlich zugelegt haben. Gegenüber 2024 stiegen sie um 29,6 % auf rund 3,5 Milliarden Euro“, so Michaela Schneider, Partnerin bei zeb Austria.
Beim Geschäft mit den Einlagen gab es eine rückläufige Entwicklung (-9,9 %), während die Erträge mit Krediten moderat um 2,2 % stiegen. Das für die Regionalbanken ermittelte Bruttoertragspotenzial von in Summe 13,875 Milliarden Euro ist zu 62 % dem Privatkundenbereich und zu 38 % dem Firmenkundenbereich zuzuordnen, so Schneider.
Regionale Unterschiede
Was die Ertragspotenziale in absoluten Zahlen betrachtet betrifft, liegt die Bundeshauptstadt mit einem Potenzial von 3,34 Milliarden Euro voran, gefolgt vom gleichfalls einwohnerstarken Niederösterreich mit 2,43 Milliarden Euro.
Trotz des Rückgangs im Firmenkundengeschäft bleiben Firmenkunden mit einem Ertragspotenzial von 5,245 Milliarden Euro ein wichtiger Bestandteil in der Geschäftspolitik der Regionalbanken.
- Banken in Salzburg und Tirol erzielen mehr als 40 % ihrer Erträge mit Firmenkunden.
- Auf Platz 3 positioniert sich Oberösterreich mit einem Anteil der Firmenkunden von 39 %.
- Im Burgenland hingegen liegt der Anteil der Firmenkunden am Ertragspotenzial bei 33 %.
Umgelegt auf die Anzahl der Firmen ist Oberösterreich jenes Bundesland mit dem höchsten Brutto-Ertragspotenzial pro Firmenkunden. Mit einem Ertragspotenzial von 10.820 Euro pro Firmenkunden positioniert sich das Land noch vor Wien mit 9.740 Euro und Vorarlberg mit 9.290 Euro.
Größtes Potenzial in Vorarlberg
Das rückläufige Ertragspotenzial im Firmenkunden-Bereich wurde laut Studie 2025 durch gestiegene Erträge im Privatkundenbereich ausgeglichen. Im Privatkundensegment war österreichweit ein Wachstum von 7,88 % gegenüber 2024 zu verzeichnen. „Mit einem Ertragspotenzial von 8,63 Milliarden Euro bleibt das Privatkundensegment für Regionalbanken ein äußerst attraktives“, so Schneider.
Die erstmals durchgeführte Bundesländerauswertung von zeb Austria zeigt aber auch hier deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern:
- So liegt etwa das Ertragspotenzial eines Haushaltes in Vorarlberg bei 2.430 Euro,
- während es in den Bundesländer Burgenland, Kärnten, Steiermark bei 1.940 Euro liegt.
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