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Deloitte ortet immer mehr frustrierte Dauer-User am Smartphone

Christoph Waldeck ©Deloitte

Big Four & Digital Detox. Laut einer Deloitte-Studie verbringen die Österreicher täglich Stunden am Handy – und sehen dies selbst zunehmend kritisch. Trotz oder wegen wachsendem Einsatz von AI-Apps.

Das Smartphone ist längst viel mehr als ein Kommunikationsmittel. Es beeinflusst, wie wir uns informieren, Beziehungen pflegen und die Freizeit gestalten, erinnert Beratungsmulti Deloitte in einer Aussendung: Laut einer aktuellen Studie verbringen die meisten Österreicherinnen und Österreicher mehrere Stunden täglich mit ihrem digitalen Begleiter. Die hohe Nutzungsdauer führe jedoch auch dazu, dass viele ihren eigenen Smartphone-Konsum zunehmend kritisch hinterfragen.

Die Untersuchung

Die repräsentative Umfrage von Deloitte unter 500 Personen zeigt demnach:

  • Zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher verbringen mindestens zwei Stunden pro Tag am Smartphone.
  • Bei 15% sind es sogar mehr als fünf Stunden.
  • Immer häufiger wird das kritisch gesehen: Mehr als die Hälfte der Befragten möchte ihren Smartphone-Konsum zurückschrauben und hat dazu bereits erste Maßnahmen gesetzt.

„Die ständige Erreichbarkeit und der Druck, auf dem Laufenden zu bleiben, führen dazu, dass immer mehr Menschen gezielt digitale Auszeiten schaffen wollen“, so Christoph Waldeck, Partner bei Deloitte Österreich: „Besonders bemerkenswert ist dabei die junge Generation: Bereits jede zweite Person zwischen 14 und 29 Jahren empfindet die eigene Smartphone-Nutzung als zu hoch. Der Wunsch nach digitaler Balance ist gerade bei jenen am stärksten ausgeprägt, die Smartphones am meisten nutzen.“

Was wofür verwendet wird

Das Smartphone diene in erster Linie zur Kommunikation und Information: Zwei Drittel verwenden täglich Messenger-Dienste wie WhatsApp, Signal oder Telegram. Daneben wird es häufig für Telefonate sowie zur Online-Recherche genutzt.

Auch Artificial Intelligence etabliert sich zunehmend im Alltag: Bereits jede:r Dritte (35%) greift zumindest einmal pro Woche auf AI-Smartphone-Apps wie ChatGPT, Claude oder Gemini zurück. AI werde so zu einem praktischen Alltagswerkzeug – sei es „zur Informationssuche, für kreative Aufgaben oder zur Unterstützung im Berufs- und Privatleben“, so Waldeck.

Besonders viel Zeit verbringen die Österreicherinnen und Österreicher freilich in sozialen Netzwerken. Sie seien nicht nur Unterhaltungs- sondern auch Informationsplattformen und dienen dem persönlichen Austausch. Mehr als die Hälfte der Befragten fühle sich durch Social Media besser informiert, ein Drittel sieht darin eine Stärkung der Beziehungen zu Familie, Freundinnen und Freunden sowie Bekannten.

Wofür Social Media eingesetzt wird

Soziale Netzwerke begleiten viele als Zeitvertreib durch den ganzen Tag – etwa zu Hause (68%), zur Überbrückung von Wartezeiten (41%), beim Fernsehen (27%) oder in öffentlichen Verkehrsmitteln (25%). Vor allem genutzt werden diese Netzwerke auf den Smartphones. Jede:r Vierte scrollt selbst vor dem Schlafengehen durch den Feed, jede:r Fünfte direkt nach dem Aufstehen – jedoch nicht ohne Folgen: Jeweils ein Viertel berichten von negativen Auswirkungen auf den Schlaf oder das eigene Zeitmanagement. Die Produktivität im Alltag oder die Konzentrationsfähigkeit leiden ebenso unter dem Social-Media-Konsum.

Am Ende des Scrollens: Ein warnendes Wort zum Schluss

„Gerade junge Menschen verbringen einen großen Teil ihres Alltags in sozialen Netzwerken und sind dort häufig mit idealisierten Lebenswelten und problematischen Inhalten konfrontiert. Zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher wünschen sich, dass die Plattformbetreiber mehr Verantwortung übernehmen. Die Botschaft ist klar: Die sozialen Medien müssen Information und Austausch ermöglichen, problematische Inhalte aber konsequenter eindämmen“, so Christoph Waldeck abschließend.

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