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JKU-Spin-off Ablatic AI entwickelt europäisches KI-Sprachmodell

Florian Zimmermann, Julian Mauerkirchner ©Ablatic AI

Linz/Wien. Das JKU-Spin-off Ablatic AI hat ein Large Language Model für Unternehmen und regulierte Branchen entwickelt. Das Unternehmen arbeitet dabei mit der AI Factory Austria AI:AT zusammen.

Gegründet wurde Ablatic AI von Florian Zimmermann (CEO) und Julian Mauerkirchner (CTO). Das neue Large Language Model mit dem Namen „Talos“ wurde laut Aussendung speziell für Unternehmen und regulierte Branchen wie Banken, Versicherungen sowie Softwareunternehmen konzipiert.

Die Idee entstand demnach aus ihrer gemeinsamen Arbeit an KI-Lösungen für Unternehmen. Dabei zeigte sich, dass bestehende europäische Modelle für anspruchsvolle Anwendungsfälle häufig nicht die erforderliche Leistungsfähigkeit bieten, während internationale Lösungen mit hohen Kosten und Abhängigkeiten von außereuropäischer Infrastruktur verbunden sein können, so die Gründer.

Europäische Ressourcen

Ablatic AI arbeitet mit der AI Factory Austria AI:AT zusammen und nutzt im Rahmen des EuroHPC-Programms europäische Hochleistungsrechenressourcen für die Entwicklung und Optimierung seines Sprachmodells.

Die Johannes Kepler Uni Linz (JKU) und das LIT Open Innovation Center seien „der beste Ort, um KI-Innovationen von der Idee in den Markt zu bringen. Ablatic AI und Talos zeigen, wie engagierte Forscher, LIT-Infrastruktur und Kooperationspartner wie die AI Factory Austria AI:AT im Rahmen des EuroHPC-Programms gemeinsam europäische Datensouveränität und Spitzenleistung ermöglichen“, so Stefan Koch, Rektor der Johannes Kepler Uni Linz.

„Mit der Johannes Kepler Universität Linz als starker Partnerin in unserem AI:AT Konsortium schaffen wir die Voraussetzungen, wissenschaftliche Exzellenz mit europäischer KI-Infrastruktur zu verbinden und innovative Anwendungen zu ermöglichen. Ablatic AI ist ein überzeugendes Beispiel dafür, wie dieser Transfer in die Praxis gelingen kann“, so Karl Kugler, Co-Lead der AI Factory Austria.

Europäischer Ansatz für regulierte Branchen

Mit Talos verfolge Ablatic AI einen konsequent europäischen Ansatz. Das Sprachmodell werde auf Infrastruktur in Österreich und weiteren europäischen Rechenzentren betrieben. Kundendaten werden nicht für das Training verwendet, heißt es. Unternehmen behalten demnach die Kontrolle über ihre Daten und erhalten eine KI-Lösung, die auf die rechtlichen und betrieblichen Anforderungen europäischer Organisationen ausgerichtet ist.

„Internationale Spitzenforschung entfaltet ihren größten Nutzen, wenn sie den Weg in marktfähige Technologien findet. Ablatic AI zeigt, wie aus dem Zusammenspiel von Universität, europäischer Infrastruktur und unternehmerischer Umsetzung KI-Lösungen mit internationalem Anspruch entstehen können“, so Markus Stöhr, Co-Lead der AI Factory Austria.

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