Autoland Deutschland. Der VW-Aufsichtsrat hat einstimmig den einschneidendsten Sparplan aller Zeiten beschlossen, mit weiteren rund 8 Prozent Personalabbau. Gleiss Lutz beriet dabei.
Der Aufsichtsrat der Volkswagen AG, des größten europäischen Autokonzerns, hat in seiner gestrigen Sitzung dem „Zukunftsplan 2030“ des Vorstands zur Transformation des Volkswagen-Konzerns einstimmig zugestimmt. Es ist das strategisch tiefgreifendste Transformationsprogramm in der Geschichte der Volkswagen Group. Die Aufsichtsratssitzung war nach viel öffentlichem Wirbel überraschend einen Tag früher als angekündigt abgehalten und mit dem Beschluss beendet worden.
Im Foto: Das VW-Stammwerk Wolfsburg, einer der größten Industriestandorte der Welt. Das Fußballstadion vorne links im Bild verdeutlicht die Dimensionen – es ist übrigens das Heimatstadion des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg.
Der Plan
Mit dem Plan will der VW-Konzern sich angesichts schwacher Märkte und erstarkender Konkurrenz für die Zukunft fit machen. In der Öffentlichkeit steht dabei vor allem der geplante Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: Er kommt zusätzlich zum bisher bereits vereinbarten Abbau von 50.000 Jobs. Damit verbunden ist die Tatsache, dass der Konzern für vier deutsche VW-Werke – Neckarsulm, Zwickau, Emden und Hannover – ab 2031 bis 2034 keine „Folgebelegung“ mehr gewährleistet. Damit stehen Neuverwendung oder Schließung im Raum.
VW hat weltweit inklusive China rund 660.000 Beschäftigte und 111 Produktionsstätten, von denen nun manche ins Visier der Sparpläne kommen dürften. Keine erfreulichen Aussichten für die betroffenen Regionen – doch auch wo VW kein Werk hat, zum Beispiel in Österreich, hängen indirekt tausende Jobs vom VW-Konzern als Auftraggeber der Autozulieferindustrie ab.
Die Berater
Wirtschaftskanzlei Gleiss Lutz hat den Aufsichtsrat von Volkswagen im Zusammenhang mit dem Zukunftsplan 2030 beraten, so eine Aussendung. Gleiss Lutz habe dabei mit der Unternehmensberatung Roland Berger eng zusammengearbeitet.
Ein Gleiss Lutz-Team unter der Gesamtfederführung von Prof. Michael Arnold (Partner), koordiniert durch Vera Rothenburg (Partner, beide Stuttgart), Martin Hitzer (Partner, Düsseldorf) und Sebastian Dietz (alle Gesellschaftsrecht, Hamburg) hat den Aufsichtsrat von Volkswagen beraten: Steffen Carl (Partner, München), Gabriele Roßkopf (Partner, Stuttgart), Matthias Gärtner (Counsel, Düsseldorf), Florian Schorn (München), Nicholas Brand, Anton Rettenmayr, Hanna Rogg (alle Stuttgart), Yannick Witt (Düsseldorf), Laura Moench (alle Gesellschaftsrecht, Stuttgart), Prof. Christian Arnold (Partner), Anna Gralla (beide Arbeitsrecht, beide Stuttgart).
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