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LexisNexis: Agentic AI übernimmt mehrere Rechercheschritte

Legal Tech. LexisNexis Österreich stellt seinen AI-Assistenten auf eine neue technologische Basis: Agentic AI.

LexisNexis Österreich stellt seinen AI-Assistenten auf eine neue technologische Basis: Agentic AI. Mit der Weiterentwicklung von Lexis + AI zu Lexis+ mit Protégé soll künstliche Intelligenz Rechts- und Steuerprofis bei mehrstufigen Aufgaben stärker entlasten. Dafür übernimmt Protégé einen Rechercheprozess, der sich am methodischen Vorgehen von Fachexpert:innen orientiere, von der Analyse der Fragestellung über die Bewertung von Zwischenergebnissen bis zur quellenbasierten Antwort.

Andreas Geyrecker, Susanne Mortimore ©LexisNexis

Vorgestellt wird diese Neuerung sowie weitere Tools im Rahmen einer Live-Präsentation auf der Hausmesse LexCon am 20. Oktober 2026. Um aktuelle Tools und ihren Praxis-Einsatz ging es auch beim Compliance Solutions Day 2026.

Agentic AI soll mehrere Rechercheschritte übernehmen

„Eine brauchbare Einzelantwort ist noch kein fertiges Arbeitsergebnis“, so Susanne Mortimore, CEO von LexisNexis Österreich: „Die hohen Anforderungen der Rechts- und Steuerbranche bedingen Kontrollschleifen und eine umfassende Problembetrachtung.“ Die neue Technologie setzt demnach genau dort an: Protégé erfasst das Ziel einer Anfrage, zerlegt die Aufgabe in Teilfragen und entwickelt unterschiedliche Rechercheansätze. Der AI-Assistent durchsucht Rechtsprechung, Gesetzgebung und LexisNexis-Fachliteratur. Anschließend bewerte er die Zwischenergebnisse hinsichtlich Relevanz, Aktualität, Quellenbezug und juristischem Kontext. Reichen die Ergebnisse nicht aus, passt Protégé den Rechercheweg an, bevor es eine zitierfähige Antwort formuliert.

„Hinter unserem AI-Assistenten Protégé steht nun eine komplett neue Agentic AI-Technologie“, so Andreas Geyrecker, Product Director von LexisNexis Österreich. Ziel ist es, den Aufwand für wiederholtes Nachfragen und Präzisieren zu reduzieren und fundierte Arbeitsergebnisse zu unterstützen.

Quellen direkt an der jeweiligen Aussage prüfen

Die fachliche Kontrolle bleibe dabei bei den Anwender:innen. „Die AI-interne Bewertung ersetzt nicht das eigene Urteil: Die AI ist Ihr Werkzeug und Sie treffen die fachliche und strategische Entscheidung“, sagt Geyrecker.

Für diese Überprüfung lassen sich innerhalb der AI-Antwort die ausschlaggebenden Textpassagen der Quellen direkt unter der jeweiligen Aussage ausklappen. Rechts- und Steuerprofis sollen so nachvollziehen können, worauf sich eine Antwort stützt. Mehr als 1.500 Rückmeldungen und Anforderungen aus der österreichischen Rechts- und Steuerbranche sind laut LexisNexis in die Entwicklung von Protégé eingeflossen.

Protégé ist laut LexisNexis DSGVO-konform und wird in Europa gehostet; Kundendaten und Dokumente werden nicht zum Training der zugrunde liegenden Modelle verwendet, heißt es weiter. Zudem setze das Unternehmen auf mehrere AI-Modelle und ermögliche Anwender:innen, das Modell bei der Nutzung selbst zu wählen. Agentic AI schaffe zugleich die Grundlage, mehrere Arbeitsschritte zu durchgängigen Automatisierungen zu verbinden – beispielsweise für eine vorkonfigurierte AGB-Prüfung. Ein neuer Datenraum ermöglicht es, eigene Dokumente wie Vertragsmuster dauerhaft zu hinterlegen und institutionelles Wissen als Arbeitsgrundlage einzubinden: Zu LexisNexis Protégé

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