Der Workshop Öffentliche Kommunikation für Kanzleien startet am 4.11.2026: Rechts- und Steuerberatungskanzleien müssen ihre „eigenen Stärken in der Kommunikation nutzen“, sagt Medienprofi und Vortragender Robert Prazak im Interview.
Robert Prazak ist Gründer der Agentur Prazak Content SEO Social Media, Journalist (trend, WirtschaftsBlatt), Kommunikationsdienstleister (WU Wien, WU Executive Academy) und WIFI-Vortragender zum Thema Kommunikation für KMU. Er ist Teil des Vortragenden-Teams beim Extrajournal.Net-Workshop Öffentliche Kommunikation für Kanzleien am 4. November 2026.
Im Interview spricht Robert Prazak über die Ansprüche an moderne Kommunikation und Hürden für kleinere Player.
Sichtbar werden in der Informationsflut
Extrajournal.Net: Sie betreuen kleine Unternehmen ebenso wie Freiberufler bei der Gestaltung ihres öffentlichen Auftritts. Wie schwierig ist es, sich zu präsentieren?
Robert Prazak: Das Schwierigste ist es heute, Aufmerksamkeit zu erregen. Durch die Flut an digitalen Inhalten, aber auch an gedruckten Informationen, gibt es nur begrenzte Möglichkeiten, sich sichtbar zu machen. Viele kommen dann auf die Idee, möglichst viel zu machen, ohne sich eine Strategie zu überlegen oder überhaupt die eigenen Stärken zu kennen.
Die eigenen Stärken zu kennen – was ist damit gemeint?
Robert Prazak: Eben wegen dieser Fülle an Informationen ist es wichtig, mit dem richtigen Thema die richtigen Personen zu erreichen. Ich muss mich zunächst also fragen: Was kann ich, was andere nicht können? Was kann ich besser, was zeichnet mich aus? Das ist der erste Schritt zu einer professionellen Kommunikationsstrategie. Ein zentraler Aspekt sind Verständlichkeit und Zugänglichkeit.
Was passiert, wenn dieser zentrale Aspekt nicht erfüllt wird?
Robert Prazak: Ich sehe immer wieder Websites, die schön sind, aber zum Beispiel nicht auf Mobiltelefonen nutzbar sind. Ebenso sind überlange Videos in Soziale Medien oder unverständliche Presseaussendungen mit zu vielen Fachbegriffen kontraproduktiv. Die Botschaft muss klar sein und bei den Empfängern ankommen.
„Derzeit herrscht Panik wegen KI“
Die Auswahl an Formaten ist groß: Website, E-Mails, Newsletter, Social Media, jetzt kommt auch noch KI ins Spiel. Wie findet man sich da zurecht?
Robert Prazak: Das stimmt, die Auswahl ist groß und derzeit herrscht Panik wegen KI – also einerseits, weil KI-Tools genutzt werden möchten und andererseits wegen der steigenden Relevanz von KI-Vorschlägen. Eine gute Website bleibt aber die Basis, weitere Formate wie Social Media können sinnvoll sein, ebenso Presseaussendungen oder andere Formate wie Newsletter. Das verfügbare Budget ist sicher ein zentraler Aspekt, aber auch mit überschaubaren Mitteln lässt sich viel bewegen. Die Grundlage ist aber die Analyse der eigenen Stärken.
Was können wir von Ihnen beim Workshop am 4. November erwarten?
Robert Prazak: Es wird ein kompakter Überblick mit zahlreichen Praxistipps für Kanzleien, Steuerberater und andere Experten sein. Es geht darum, die eigenen Stärken möglichst effizient und effektiv mit den verfügbaren Möglichkeiten zur Geltung zu bringen.
Der Workshop am 4. November
Der Workshop Öffentliche Kommunikation für Kanzleien von Extrajournal.Net stellt das erfolgreiche öffentliche Auftreten von Anwältinnen und Anwälten, Steuerberater:innen und anderen Fachexperten in den Mittelpunkt – in den Medien, Social Media & Co. Vorträge und Diskussion spannen den Bogen von der Strategie über Herausforderungen und Ziele bis zu den neuen KI-Tools. Für Berufsträger:innen und Kommunikationsfachkräfte in Rechts- und Steuerberatung. Stay tuned for Agenda and Panel!
Ort: Wien | 04.11.2026 | Dauer: 3h | hybride Veranstaltung
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