Österreich/Ungarn. Im Frühjahr wurden in der ADA Gruppe mehrere Sanierungsverfahren eröffnet. Nun sind sie erfolgreich beendet, so Kanzlei Jaufer.
In Summe könne die ADA Gruppe nun – in reduzierter Form – weiterarbeiten, was vom Start weg das Ziel gewesen sei, so die beratende Kanzlei Jaufer. Konkret wurde über die ADA Möbelwerke Holding AG und die ADA Möbelfabrik GmbH am 24. März 2026 jeweils ein Sanierungsverfahren eröffnet. Im April 2026 folgte die Eröffnung von Sanierungsverfahren über zwei Tochterunternehmen in Ungarn (mit drei Produktionsstandorten).
Die beiden ungarischen Unternehmen haben bereits im Juni mit ihren Gläubigern den Sanierungsplan positiv abgeschlossen; die österreichische Holding konnte im August durch den Einstieg eines strategischen Investors auf Aktionärsebene einen Sanierungsplan vorschlagen. „Mit Produktionsstandorten in Ungarn und Rumänien erforderte die Sanierung eine Koordination zwischen unterschiedlichsten Rechtsordnungen. Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie dringend wir für das Funktionieren der Konzernsanierung ein harmonisiertes europäisches Insolvenzrecht und konkret einen einheitlichen Konzerninsolvenzrahmen benötigen“, so Clemens Jaufer, Partner von Jaufer Rechtsanwälte.
Grünes Licht von den Gläubigern
Der Sanierungsplan wurde im August von den Gläubigern angenommen und am 18.09.2026 vom Gericht bestätigt. Insgesamt waren in den vier Verfahren weit mehr als 1.200 Beschäftigte betroffen, wovon die wesentliche Anzahl infolge der erfolgreichen Sanierung erhalten geblieben sei, heißt es weiter. In Österreich seien zwei wesentliche Gesellschaften der Gruppe außergerichtlich saniert und darüber hinaus der Produktionsstandort in Rumänien gleichermaßen aus einer Insolvenz herausgehalten worden.
Die Konzerngesellschaften wurden federführend von den Partnern von Jaufer Rechtsanwälte, Clemens Jaufer und Alexander Painsi (beide Sanierungs-, Finanzierungs- und Transaktionsrecht), begleitet. Aktiv waren auch Partnerin Franziska Jaufer (Arbeitsrecht) und Rechtsanwaltsanwärterin Almina Essenko (Insolvenzrecht).
Bei der ADA Holding wurden Christian Pfandl und Barbara Schmid (beide Aschmann & Pfandl Rechtsanwälte in Graz) zu Insolvenzverwalter:innen bestellt, die die Verhandlungen mit dem Investor und die Sanierung der ausländischen Tochtergesellschaft aktiv mitgestaltet haben. Für die ADA Möbelfabrik wurden Philipp Casper sowie Georg Wielinger zu Insolvenzverwaltern ernannt. Die Produktion dieser Gesellschaft in Österreich konnte nicht fortgeführt werden, ihre Assets wurden verkauft, heißt es weiter.
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