Wien/Bukarest. Runde Jubiläen waren Anlass für Feste bei Dorda und Schoenherr. Cerha Hempel feiert ein ESG-Zertifikat und bei Freshfields hieß es „CEE Workshops“.
Vor 50 Jahren gründete Christian Dorda in Wien die gleichnamige Kanzlei als Einzelanwalt. Aus dieser Gründung entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten eine der großen Wirtschaftskanzleien Österreichs mit heute 200 Mitarbeiter:innen und zusätzlich zum Hauptsitz in Wien weiteren Standorten in Graz und Klagenfurt, freut sich der Jubilar in einer Aussendung zum 50-jährigen Jubiläum. Mit dem Eintritt von Walter Brugger und Theresa Jordis wurde die Kanzlei dann freilich über viele Jahre unter dem Namen Dorda Brugger Jordis geführt, bevor sie 2017 wieder den Namen Dorda annahm.
„Als ich Dorda am 24. September 1976 gegründet habe, war Österreich ein anderes Land. Die Wirtschaft war deutlich nationaler geprägt, von Digitalisierung konnte noch keine Rede sein und die Europäische Union lag für Österreich noch in weiter Ferne. Seitdem haben wir den EU-Beitritt, die Öffnung der Märkte in Mittel- und Osteuropa, die Globalisierung, mehrere Finanz- und Wirtschaftskrisen und zuletzt tiefgreifende geopolitische Veränderungen erlebt. Dorda ist mit diesen Entwicklungen gewachsen, und zwar nicht, indem wir Trends gefolgt sind, sondern indem wir unsere Mandant:innen bei Veränderung begleitet und ihnen Orientierung gegeben haben“, so Kanzlei-Gründer Christian Dorda.
„Die Geschwindigkeit des Wandels hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Digitalisierung, Nachhaltigkeit, neue Technologien und geopolitische Unsicherheiten verändern Geschäftsmodelle und Märkte. Gerade in solchen Zeiten braucht es Klarheit, strategische Weitsicht und verlässliche Beratung. Diesen Anspruch verfolgen wir seit 50 Jahren und werden ihn auch künftig mit voller Überzeugung leben“, so Andreas Zahradnik, Managing Partner von Dorda.
„Vielfalt und unterschiedliche Perspektiven gehören seit Jahrzehnten zur Identität von Dorda. Mit Theresa Jordis hat bereits eine Frau die Entwicklung unserer Kanzlei maßgeblich geprägt, lange bevor Diversität ein viel diskutiertes Thema wurde. Dass Frauen heute Führungsverantwortung übernehmen und die strategische Entwicklung von Dorda gestalten, ist für uns daher kein Zielbild, sondern gelebte Realität und ein wesentlicher Teil unseres Erfolgs“, so Managing Partnerin Francine Brogyányi. Ihren Geburtstag feierte die Kanzlei am 24.09.2026 gemeinsam mit zahlreichen Mandant:innen und Freund:innen des Hauses bei einem Event im Otto-Wagner-Theater am Steinhof in Wien.
Schoenherr feiert 30 Jahre in Rumänien
20 Jahre später: Wir schreiben das Jahr 1996 und die Welt sieht anders aus – der Eiserne Vorhang ist inzwischen gefallen, Österreich ist Mitglied der Europäischen Union und die heimischen Wirtschaftskanzleien haben begonnen, ihre Fühler in neue Jurisdiktionen auszustrecken. Das Jubiläum einer solchen Expansion – 30 Jahre in Rumänien – nimmt Wirtschaftskanzlei Schönherr (oder Schoenherr, wie sie international heißt) als Anlass zum Feiern. Seit drei Jahrzehnten stehe die Kanzlei ihren Klienten vor Ort und mit Rumänien-Bezug zur Seite und unterstütze sie in allen Wandlungen von Wirtschaftsleben und Business. Als Schoenherr 1996 seinen Standort in Bukarest eröffnete, war man eine der ersten internationalen Law Firms vor Ort. Seither sei man gemeinsam mit der rumänischen Wirtschaft gewachsen.

Heute ist das rumänische Schoenherr-Team knapp 80 Anwält:innen groß und berate Klienten aus einer großen Anzahl von Wirtschaftszweigen zu vielen verschiedenen Themen. Dabei werde Rumänien immer eine besondere Rolle unter den Schoenherr-Standorten spielen, war das „Bucharest office“ doch der erste internationale Standort der österreichischen Wirtschaftskanzlei.
„30 Jahre in Rumänien bedeuten nicht nur einen Meilenstein für uns, sie werfen auch Licht auf die Geschäftsbeziehungen, die Projekte und die Menschen, die unsere Reise mitgestaltet haben, sowie auf das Vertrauen, das unsere Klienten uns schenken“, so Sebastian Guţiu, Office Managing Partner Schoenherr Romania. Die Feier in Bukarest fand am 24.09.2026 statt und versammelte Klienten ebenso wie Schoenherr-Mitarbeiter der verschiedenen CEE-Standorte. „Die letzten 30 Jahre haben uns gezeigt wie schnell Märkte sich verändern können und wie bedeutsam es ist, eine internationale Perspektive mit einem tiefen Verständnis der lokalen Verhältnisse zu vereinen“, so Alexander Popp, Managing Partner von Schoenherr.
Cerha Hempel feiert Zertifikat von berufundfamilie
Wirtschaftskanzlei Cerha Hempel wurde Mitte September vom Bundesministerium für Frauen, Familie, Integration und Medien erneut mit dem Zertifikat berufundfamilie ausgezeichnet, verliehen durch Bundesministerin Claudia Bauer bei Feierlichkeiten in der Wirtschaftskammer in Wien und entgegengenommen durch Cerha Hempel Partnerin Michaela Siegwart.
Die Auszeichnung verkörpere einen auf drei Jahre angelegten Verbesserungsprozess, den Cerha Hempel im Herbst 2022 das erste Mal durchlaufen hat, so eine Aussendung. „Mit der Re-Zertifizierung wollen wir unsere Kanzlei als Arbeitgeber weiter stärken“, so Siegwart. Dazu gehört, dass im Rahmen eines „Vereinbarkeitskonzepts“ bereits bestehende sowie neue Maßnahmen gebündelt und in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt werden. Dazu zähle etwa Weiterbildung für Führungskräfte, die Stärkung der Sichtbarkeit der Benefits und Angebote u.a.
Die Freunde treten an bei Freshfields
Kapital als Katalysator für Wachstum und Wandel („Capital as a Catalyst: Investments that Shape Markets and Momentum“) war das Thema bei den „CEE Finance and Capital Markets Workshops 2026“ der Wirtschaftskanzlei Freshfields im Wiener Büro. Rund 60 Vertreter:innen der CEE-Region, darunter von Banken, Investoren und Unternehmen sowie Anwält:innen der „StrongerTogether“* Partnerkanzleien von Freshfields, diskutierten über die Zukunft der Finanz- und Kapitalmärkte in Zentral- und Osteuropa, so eine Aussendung.
Geleitet wurden die Workshops im Wiener Büro der Kanzlei von den beiden Partnern Florian Klimscha und Stephan Pachinger sowie Special Counsel Anouschka Zagorski. Im Fokus stand dabei laut den Angaben die Frage, wie wandelnde Investitionsströme die Märkte der Region prägen, welche Rolle regulatorische Entwicklungen dabei spielen und wo sich die vielversprechendsten Chancen und Risiken abzeichnen.
Auf dem Foto: Stephan Pachinger (Freshfields), Eva Hromadkova (PRK Partners), Ingrid Riedlmayer (Kommunalkredit Austria AG), Anouschka Zagorski, Nina Heym, Florian Klimscha (alle Freshfields).
In vier Panel-Sessions beleuchteten Branchenexpert:innen aus 15 Jurisdiktionen aktuelle Entwicklungen: „From Stress to Strength: Value Creation in Restructurings“ befasste sich mit Restrukturierungen als Instrument aktiver Wertschöpfung, „Powering Momentum: Unlocking Investment in Energy and Infrastructure“ mit der Finanzierung von Energie- und Infrastrukturprojekten, „Local Markets, Global Appetite: Rethinking Access to the Bond Markets“ mit dem Zugang zu lokalen und internationalen Anleihemärkten und „Fuelling the Market: Private Capital as the New Catalyst“ mit der wachsenden Rolle privaten Kapitals in der Unternehmensfinanzierung.
Die CEE-Region sei nach wie geprägt von Dynamik, Veränderung und auch der Fähigkeit, sich an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen – und die CEE-Workshops helfen, aktuelle Trends einzuordnen und voneinander zu lernen, so Klimscha und Pachinger. „Wir haben die Workshops in diesem Jahr bewusst anders strukturiert: weniger juristisch im Detail, dafür mit deutlich stärkerem Fokus auf die Märkte selbst und die Chancen, die sich daraus für die Marktteilnehmer:innen in der Region ergeben. Besonders gefreut hat uns die Teilnahme von Kolleg:innen sowie Partner:innen aus unseren Frankfurter und Londoner Büros, was die Diskussionen um eine zusätzliche Perspektive erweitert und unsere büro- und grenzübergreifende Praxis widergespiegelt hat“, so Anouschka Zagorski.
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