Vösendorf. Seit April sind neue Regeln für Nikotinpouches u.a. in Kraft: Bei einem Event zeigten sich Trafikanten und Finanzminister zufrieden.
Die Bundesregierung habe mit der Reform auf einen veränderten Markt reagiert und neue Produkte in kontrollierte Strukturen gebracht, heißt es dazu von den Trafikanten: Nikotinpouches wurden mit 1. April 2026 in das Monopolsystem integriert, für E-Zigaretten wurde ein Lizenzmodell geschaffen. Einheitliche Bezugs- und Kontrollregeln sollen Produktqualität, Marktaufsicht und Jugendschutz stärken.
Die Veranstaltung
Das österreichische Trafiknetzwerk mache es für 1.177 Menschen mit Behinderungen möglich, ein eigenes Unternehmen zu führen, selbst Entscheidungen zu treffen und wirtschaftlich unabhängig zu sein. Unter dem Motto „Eine Gemeinschaft, die Verantwortung lebt – für Menschen, für Österreich, für die Zukunft“ zeigte das WKÖ-Bundesgremium der Tabaktrafikanten bei der Veranstaltung „Monopol kann Zukunft“ am 26.09.26 im Eventhotel Pyramide, wie die jüngsten Reformen der Bundesregierung aus ihrer Sicht das inklusive Unternehmernetzwerk stärken sollen. Gleichzeitig werde damit der Jugend- und Verbraucherschutz abgesichert. Insgesamt sichern die 4.308 Trafiken rund 12.000 Arbeitsplätze in Österreich, heißt es dazu.
Auf dem Foto: Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig, Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl, Finanzminister Markus Marterbauer, Moderatorin Silvia Schneider.
„Hohe Innovationskraft des Tabakmonopols“
„Mit der Integration neuer Produkte zeigen wir die hohe Innovationskraft des Tabakmonopols, und verbinden weiterhin Steueraufkommen, wirtschaftliche Planbarkeit und wirksame Kontrolle. Zugleich bietet es einen wirkungsvollen Schutz vor Graumarkt und illegalem Handel. Dieses Modell ist nicht umsonst Vorbild in Europa“, so Finanzminister Markus Marterbauer.
„Sensible Produkte brauchen klare Regeln und nachvollziehbare Vertriebswege und Kontrollen. Trafiken verbinden verpflichtende Alterskontrollen mit einer nachvollziehbaren Lieferkette und regelmäßigen Prüfungen. Dadurch ist gewährleistet, dass Jugend-, Gesundheits- und Verbraucherschutz bei allen tabak- und nikotinhältigen Produkten nicht geschwächt werden.“, erklärte Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig.
„Unsere Trafiken zeigen jeden Tag, was Inklusion bedeutet: Menschen führen ihr eigenes Unternehmen, treffen ihre eigenen Entscheidungen und übernehmen Verantwortung für ihre Kundinnen und Kunden. Diese Verantwortung kann keine App, kein Automat und kein Online-Shop. Genau diese Selbstständigkeit und die gelebte Inklusion wollen wir langfristig sichern“, so Otmar Schwarzenbohler, Bundesobmann der Tabaktrafikanten in der WKÖ.
Event mit großen Sponsoren
Silvia Schneider moderierte durch den Abend, der von Paralympics-Medaillengewinner Andreas Onea und Trafikant Andreas Schiefer mit der Keynote „Zukunft beginnt im Kopf“ eröffnet wurde. Vorgestellt wurden persönliche Geschichten aus den Trafiken, und es gab Gelegenheit zum Austausch mit anderen Marktteilnehmern. Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem von den Österreichischen Lotterien, Philip Morris Austria, JTI und TOB. Neue Unterstützungsmaßnahmen der Trafikanten soll es im Herbst für Licht ins Dunkel geben.
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