24. Jun 2020   Finanz Recht

Neue Emissionen bei bpv Hügel, Weber und mehr

Thomas Lettau ©bpv Hügel

Wirtschaftskanzleien. Raiffeisen versilbert Aktien von SoftwareONE mit bpv Hügel. Bei weiteren aktuellen Wertpapier-Deals waren u.a. White & Case, Freshfields sowie Weber & Co tätig.

Kanzlei bpv Hügel hat die Raiffeisen Informatik bei einem weiteren Verkauf von Aktien der SofwareONE Holding AG in einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren (ABB) beraten. Die Aktionäre KKR, Raiffeisen Informatik und die Erben von Patrick Winter haben laut den Angaben insgesamt 17.000.000 Aktien, das entspricht rd 11% des Grundkapitals SoftwareONE zum Preis von CHF 22,50 pro Aktie verkauft, somit zu einem Gesamterlös von rund CHF 380 Mio.

Mit Abwicklung der Transaktion halten die drei Verkäufer entsprechend 5,18%, 2,78% sowie 2,75% an SoftwareONE Holding AG. Infolge der Transaktion werde der Streubesitz von SoftwareONE (ohne Aktien, die unter einer Sperrfrist stehen) voraussichtlich auf über 55% steigen.

SoftwareONE mit Sitz in der Schweiz ist ein führender globaler Anbieter von End-to-End Software- und Cloud-Technologielösungen. Mit rund 5.400 Mitarbeitenden sowie Vertriebs- und Dienstleistungskapazitäten in 90 Ländern biete SoftwareONE rund 65.000 Geschäftskunden Software- und Cloud-Lösungen von mehr als 7.500 Herstellern. Die Aktien von SoftwareONE (SWON) sind an der SIX Swiss Exchange notiert.

bpv Hügel hat die Raiffeisen Informatik als Aktionärin beim Börsegang (IPO) der SoftwareONE Holding AG im November 2019 und bei der zuletzt erfolgten Aktienplatzierung (CHF 350 Mio) im Mai 2020 beraten.

Die Beratungsteams

  • Im bpv Hügel-Team zur Beratung der Raiffeisen Informatik im beschleunigten Bookbuilding-Verfahren waren Thomas Lettau (Partner, Corporate/M&A), Christoph Nauer (Partner, Capital Markets, Corporate/M&A) und Roland Juill (Rechtsanwalt, Capital Markets, Corporate/M&A).
  • Lenz & Staehelin, Zürich, Matthias Wolf (Corporate/M&A), Patrick Schleiffer und Patrick Schärli (beide Capital Markets) waren als Schweizer Counsel für die Verkäufer tätig.
  • Simpson Thacher & Bartlett LLP, London, Nicholas Shaw, war für KKR, und zum US Recht tätig.
  • Die Erben von Patrick Winter wurden von Küng Rechtsanwälte & Notare AG, Manfred Küng, beraten.
  • Citigroup, Credit Suisse, J.P. Morgan, UBS und KKR Capital Markets Partners fungierten als Joint Bookrunners für die Platzierung.

White und Weber holen frisches Geld für OMV

Die österreichische Anwaltssozietät Weber & Co. war für die OMV AG, ein internationales integrierte Öl- und Gasunternehmen mit Sitz in Wien, im Rahmen der Multitranche-Emission von Anleihen im Volumen von EUR 1,5 Mrd (in zwei Tranchen zu jeweils EUR 750 Mio) als Rechtsberater tätig. Die Transaktion folge der EUR 1,75 Mrd Multitranche-Emission von Anleihen im April 2020 und diene erneut der Finanzierung des Erwerbs eines zusätzlichen Anteils von 39% an Borealis AG.

Citigroup Global Markets Europe AG, Commerzbank, Erste Group Bank AG, Landesbank Baden-Württemberg, Mizuho Securities Europe GmbH und Raiffeisen Bank International AG bildeten das Bankenkonsortium (Joint Lead Managers) für die Emission.

Beraten wurden die Emissionsbanken federführend von White & Case (Frankfurt) durch Partner Karsten Wöckener. Bereits im April 2020 hatte OMV in drei Tranchen Corporate Bonds über insgesamt EUR 1,75 Mrd begeben, die bisher volumenstärkste Emission von Corporate Bonds einer österreichischen Emittentin mit Listing in Wien. Auch bei dieser Transaktion war Weber & Co. als Rechtsberater der Emittentin tätig (Christoph Moser, Partner).

White & Case berät Deutschland bei Schuldverschreibungen

White & Case hat die Bundesrepublik Deutschland (Bund), vertreten durch das Bundesministerium der Finanzen, das seinerseits durch die Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH (Finanzagentur) vertreten wurde, bei der Aufstockung der 30-jährigen Bundesanleihe beraten.

Die Bundesanleihe, ausgestattet mit einem fixen Kupon von 0,00 Prozent, wurde um 6 Mrd. Euro aufgestockt und hat nun einen Nominalbetrag von 14 Mrd. Euro. Die Platzierung der Bundesanleihe bei internationalen Investoren wurde durch ein Bankenkonsortium unter Führung der BNP Paribas, Danske Bank A/S, Deutsche Bank, Goldman Sachs International Bank und J.P. Morgan Securities plc vorgenommen.

Das White & Case Team bestand laut den Angaben aus Partner Karsten Wöckener (Federführung) sowie der Local Partnerin Cristina Freudenberger und den Associates Peter Becker, Claire-Marie Mallad, Florian Fraunhofer und Daniel Gillenkirch (alle Capital Markets; alle Frankfurt). Inhouse waren für die Finanzagentur Daniela Kracht (Legal Counsel, Capital Markets) sowie Arnd Düker (Legal Counsel) tätig.

White & Case hat weiters vor kurzem die Konsortialführer UniCredit Bank AG, BNP Paribas, BofA Securities Europe SA und Commerzbank sowie weitere Banken als Co-Manager bei der Anleiheemission der Covestro AG in Höhe von 1 Mrd. Euro beraten.

Die Emission ist auf zwei Tranchen aufgeteilt (eine Hälfte mit sechs Jahren Laufzeit und einem fixen Kupon von 0,875 Prozent, die zweite mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einem fixen Kupon von 1,375 Prozent).Die Schuldverschreibungen wurden an der Luxemburger Börse zum Handel im geregelten Markt zugelassen (Federführung: Karten Wöckener).

Freshfields berät CompuGroup Medical bei Aktienplatzierung

Freshfields Bruckhaus Deringer hat die CompuGroup Medical SE & Co. KGaA bei der Platzierung von Aktien beraten. Das im MDAX und TecDAX gelistete Unternehmen hatte am 22. Juni 2020 im Rahmen einer Kapitalmaßnahme insgesamt 5,3 Millionen Aktien zu einem Preis von je 64 Euro im Wege eines beschleunigten Platzierungsverfahrens bei qualifizierten Anlegern platziert. Der Bruttoemissionserlös der Platzierung beträgt laut den Angaben ca. 341 Millionen Euro.

Das Freshfields-Beratungsteam umfasste u.a. die Partner Christoph Gleske und Stephan Waldhausen, Counsel Lucas Schweitzer und Associate Sandy Ge. Zu Fragen des US-amerikanischen Rechts haben Partnerin Simone Bono und Counsel Kyle Miller beraten.

CMS berät Solar- und Windparkbetreiber Encavis

Zum siebten Mal in Folge hat der Hamburger Solar- und Windparkbetreiber Encavis AG seinen Aktionären die Wahl gelassen, die Dividende in bar, in Form von neuen Aktien der Gesellschaft oder einer Kombination aus beiden Möglichkeiten zu beziehen.

Die Höhe der Bardividende betrug in diesem Jahr 0,26 Euro je Aktie. Die Annahmequote zugunsten der Aktiendividende lag bei über 61 Prozent und damit erneut über der des Vorjahres, heißt es bei der beratenden Kanzlei CMS Deutschland: Die daraus resultierende Cash-Ersparnis von mehr als 15 Millionen Euro zeige den positiven Effekt der Wahldividende für die Gesellschaft.

Ein CMS-Team um den Lead Partner Andreas Zanner hat Encavis und die DZ BANK AG, die – wie in den vorausgegangenen Jahren auch – die Funktion als Zeichnungs- und Abwicklungsstelle übernahm, bei der Strukturierung, Durchführung und Abwicklung der Wahldividende begleitet.

Die Encavis AG ist im SDAX der Deutschen Börse gelistet und Betreiber von 190 Solar- und 84 Windparks in zehn europäischen Ländern (Gesamterzeugungsleistung rund 2,2 Gigawatt).

 

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