18. Okt 2011   Personalia Recht

Causa Bawag-Staatsanwalt Georg Krakow wechselt als Senior Counsel zu Baker & McKenzie

Georg Krakow © Baker & McKenzie

Wien. Die internationale Anwaltskanzlei Baker & McKenzie holt sich den aus der Causa Bawag bekannten österreichischen Staatsanwalt Georg Krakow als Senior Counsel in ihr Büro in Wien.

Durch diesen Zugang werde das Compliance-Team und der Bereich Internal Investigations um Alexander Petsche verstärkt und weiter ausgebaut.

„Wir sind stolz einen so erfahrenen Wirtschaftsstrafrechtler für uns gewinnen zu können und begrüßen Georg Krakow in unserem Team“, kommentiert Petsche.

Nach zehn Jahren Tätigkeit in der Privatwirtschaft kam der heute 45-jährige Georg Krakow 1998 als Spätberufener in die Justiz, heißt es in einer Aussendung der Kanzlei. Er begann als Richteramtsanwärter im Staatsdienst und wechselte 2003 in die Wirtschaftsgruppe der Staatsanwaltschaft Wien.

Dort bearbeitete er zahlreiche prominente Fälle wie z.B. die Causen Parmalat (Österreich-Ableger), Amis und BBAG sowie schließlich Bawag.

Bandion-Ortners Kabinettschef

Im März 2008 wechselte der damals 42jährige Krakow in die Oberstaatsanwaltschaft Wien – eine Besonderheit angesichts der Tatsache, dass dieser Karrieresprung üblicherweise nur wesentlich dienstälteren Juristen gelinge, so die Aussendung weiter. Einen weiteren vorläufigen beruflichen Schritt setzte Krakow im Jänner 2009 mit seiner Bestellung zum Kabinettschef der damaligen Justizministerin Claudia Bandion-Ortner.

Georg Krakow zähle auf dem Gebiet der Wirtschaftskriminalität zu den erfahrensten Juristen Österreichs, der an strafrechtlichen Änderungen der letzten Jahre maßgeblich beteiligt war, z.B. an der Einführung der Kronzeugenregelung.

Georg Krakow: „Baker & McKenzie und DDr. Petsche habe ich im Bereich Compliance als besonders innovativ und stark wahrgenommen. Deshalb und weil ich hier die Möglichkeit sehe, mein erworbenes Wissen optimal in einem weltweiten Netzwerk sowohl national wie auch international einbringen und verwerten zu können, habe ich mich für den Wechsel zu Baker & McKenzie entschieden.“

Ganz besonders passe auch die Chemie mit den künftigen Kolleginnen und Kollegen und „ich freue mich bereits auf die neuen Herausforderungen. Compliance ist nicht bloß ein Schlagwort. Es wird unsere Aufgabe sein, Modelle zu entwickeln und in Unternehmen zu implementieren, die konkreten ökonomischen Nutzen bringen, und als Steuerungsinstrument eingesetzt werden können“, wird Krakow in der Aussendung weiter zitiert.

Ein wichtiger Punkt sei dabei die Minimierung strafrechtlicher und regulatorischer Risiken für Unternehmen und Mitarbeiter. „In diesem Sinne ist Compliance ein Präventionsprogramm für starke und erfolgreiche Unternehmen.“

Link: Baker & McKenzie

 

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