17. Aug 2016   Business

Mobile Endgeräte im Firmeneinsatz legen zu, Cloud noch mehr

Martin Puaschitz ©FG UBIT Wien
Martin Puaschitz ©FG UBIT Wien

Wien.  Smartphones,  Tablets und Co. gewinnen für Unternehmen weiter an Bedeutung, Cloud-Dienste wachsen am schnellsten – und auch die Sicherheitsrisken nehmen dadurch zu. Die Fachgruppe UBIT hat mittels Umfrage die aktuelle Situation erfasst.

Die Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) Wien hat rund 200 IT-Experten befragt, wie deren Kunden mobile Endgeräte im Job nutzen. Verglichen wurden die Zahlen mit der selbigen Umfrage aus dem Jahr 2014.

Ergebnisse der Studie:

  • Die Verwendung von Cloud Storage ist auf dem Vormarsch. Jedoch sind fast 40 Prozent der Unternehmen die damit einhergehenden Security-Herausforderungen nicht bewusst. Obwohl sich diese Zahl seit 2014 um 14 Prozent verringert hat, herrsche weiterhin Aufholbedarf.
  • Mobile Endgeräte werden für immer mehr Unternehmensbelange – vom Fuhrparkmanagement bis zur Zeiterfassung – eingesetzt. Rückstände im Bereich eigener Apps und responsiver Webseiten konnten aufgeholt werden.
  • Obwohl Smartphones und Tablets bei rund 57 Prozent der Unternehmen fixer Bestandteil des Berufsalltags sind, ist diese Zahl seit 2014 um lediglich 10 Prozentpunkte gestiegen. Anders sieht der Trend bei der Verwendung von Cloud Storage aus. Im Vergleich zum Jahr 2014 hat sich die Nutzerzahl verdoppelt. Mittlerweile verlassen sich 60 Prozent auf mobiles Cloud Storage im Unternehmensalltag. Für mehr als die Hälfte der Unternehmen ist es selbstverständlich, dass ihre Mitarbeiter eigene Devices dienstlich in vollem Ausmaß nutzen.

Herausforderung: Sicherheitsmanagement

„Das Problem bei mobilen Endgeräten liegt darin, dass sich diese nicht, wie stationäre Geräte, in den Räumen der Unternehmen befinden, sondern über öffentliche Netze kommunizieren. Die Einbindung in das bestehende Sicherheitsmanagement stellt also eine besondere Herausforderung dar“, erklärt Martin Puaschitz, Obmann der Fachgruppe UBIT Wien. „Mobile Endgeräte unterstützen Unternehmen im Alltag und helfen dabei, diesen effizienter zu gestalten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Geräte für immer mehr Belange eingesetzt werden“, so der Experte weiter. So erhält unter anderem das mobile Fuhrparkmanagement immer mehr Relevanz:

  • Während im Jahr 2014 nur 18 Prozent davon Gebrauch machten, hat sich diese Zahl in der Zwischenzeit mehr als verdreifacht.
  • Ebenso ist die Verwendung der Handysignatur in den vergangenen 2 Jahren sprunghaft, von 13 Prozent auf 54 Prozent Nutzungsrate, angestiegen.
  • Auch die Ressourcenplanung (ERP) wird in 56 Prozent der Unternehmen bereits über mobile Anwendungen durchgeführt. Diese sollen bei der rechtzeitigen und bedarfsgerechten Planung von Ressourcen wie Kapital, Personal, Betriebsmittel, Informations- und Kommunikationstechnik unterstützen.
  • Die Zeiterfassung gewinnt ebenfalls an Bedeutung. Die Hälfte der Befragten gibt an, dass diese bereits mobil passiert. Gegenläufig sieht der Trend bei klassischen Anwendungen wie E-Mail und Webbrowser aus. Sie zählen zwar zur Standardsoftware, trotzdem weist die Nutzung dieser auf mobilen Endgeräten einen deutlichen Rückgang von 90 auf 77 Prozent auf.

„Das war das wohl überraschendste Ergebnis der Umfrage. Bei genauerer Betrachtung lassen sich jedoch plausible Erklärungen finden. So könnte die Entwicklung einerseits dadurch begründet werden, dass Arbeitnehmer verstärkt auf eine ausgewogenere Work-Life-Balance achten. Andererseits könnte der Rückgang aber auch darauf zurückzuführen sein, dass User eher spezialisierte Apps statt dem Webbrowser verwenden, und von alternativen Kommunikationskanälen wie Facebook und WhatsApp anstelle von E-Mail Gebrauch machen“, fügt Puaschitz hinzu.

Rückstände wettgemacht

Aufgeholt wurde im Vergleich zu 2014 im Bereich eigener Apps. Waren es 2014 noch 20 Prozent der Kunden, die eigene Apps betreiben, so hat sich diese Zahl bereits mehr als verdoppelt. Auch im Bereich responsiver Websites konnte der Rückstand wettgemacht werden. 66 Prozent der Befragten geben mittlerweile an, dass ihre Kunden eine eigene Website im responsive Design betreiben.

2014 verfügte ausschließlich die Hälfte davon über Websites, die auf Eigenschaften des jeweils benutzten Endgeräts, wie beispielsweise ein Smartphone, reagieren können. „Diese Entwicklung unterstreicht den Trend, dass Mobile Devices nicht nur im Privatleben, sondern auch im Berufsalltag immer relevanter werden“, erklärt Puaschitz. Denn auch Social Media Plattformen werden von mittlerweile fast zwei Drittel der Unternehmen im Geschäftsleben verwendet.

 

 

 

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