24. Jul 2019   Bildung & Uni Recht

Interview zum Kongress für Unternehmensjuristen

Fachverlage. Unternehmensjuristen müssen vernetzt denken und interdisziplinär arbeiten, so Andreas Balog, Max Kindler und Eva-Maria Tos von der Vereinigung Österreichischer Unternehmensjuristen (VUJ).

Am 8. Oktober 2019 findet erstmals der Unternehmensjuristenkongress statt, eine Kooperationsveranstaltung der VUJ mit Manz: An nur einem Tag sollen dabei verschiedene Elemente kombiniert werden, so die Initiatoren auf dem Informationsportal ihres Kooperationspartners: Zum einen bedarfsorientierte Themen, die Unternehmensjuristen aktuell bewegen. „Wir haben im Vorfeld eine Umfrage gestartet, damit unsere Mitglieder den Kongress proaktiv mitgestalten können“, so Balog.

Weiters habe man nach dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis“ Wert darauf gelegt, vor allem auch Unternehmensjuristen als Vortragende zu gewinnen. Schließlich soll der Tag als Plattform des Informations- und Erfahrungsaustausches Unternehmensjuristen vernetzen.

Am Abend gibt es einen kostenlosen Bustransfer zu unseren „Promoting the Best Awards 2019“ im Looshaus, wo man zum zweiten Mal Rechtsabteilungen, die sich besonders verdient gemacht haben, vor den Vorhang bitte.

Außerdem sollen Unternehmensjuristen die Möglichkeit bekommen, die Zukunft ihres Berufsstands mitzugestalten und sich über die neuesten Entwicklungen auf europäischer Ebene zu informieren. Dazu habe man die VUJ-Generalversammlung in den Kongress integriert und den Managing Director der European Company Lawyers Association (ECLA) zu Gast.

Was Unternehmensjuristen brauchen

An Unternehmensjuristen werden vielfältige Anforderungen gestellt, so Kindler: „Es wird zu Recht vorausgesetzt, dass Insourcing von Rechtsangelegenheiten einen messbaren Mehrwert gegenüber der rein externen Beratung für das Unternehmen bringt.“

Die Qualität der internen Rechtsarbeit soll inhaltlich der von externen Rechtsanwälten erbrachten Beratung entsprechen. Der zentrale Unterschied bestehe wohl darin, dass sich der Unternehmensjurist, mehr als selbst der Bezug habende Rechtsanwalt, mit der unternehmensinternen Kultur, den betrieblichen Anforderungen, der Organisation und deren Prozessen befassen muss, um rechtlichen Bedarf möglichst frühzeitig und präventiv wirkend zu identifizieren.

Die neue Rolle des Inhouse-Rechtsprofis

Die Rolle der Unternehmensjuristin und des Unternehmensjuristen ist heute vielschichtig und für den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens von zunehmender Bedeutung, sagt Tos: „Unternehmensjuristinnen und -juristen bekleiden die klassische Beratungsfunktion für alle rechtlichen Fragestellungen im Unternehmen. Daneben steigt die Bedeutung ihrer Managementfunktion rasant an.“

Unternehmensjuristen seien eng an das Management angebunden und werden als Risikomanager zum Zweck der Risikoprävention, aber auch zu dem Zweck, Handlungsoptionen zu erkennen und zu schaffen, in sämtliche Unternehmensprozesse eingebunden.

Daneben sind sie oft für Compliance, Datenschutz und die Begleitung von Rechtssetzungsprozessen zuständig und leisten immer häufiger einen Beitrag zur Wertschöpfung.

Unternehmensjuristen müssen vernetzt denken und interdisziplinär arbeiten. Die Tätigkeit erfordere fundierte Kenntnisse über das Unternehmen, allem voran über dessen unternehmerische Prozesse und Geschäftszweig, sowie ein verknüpftes Verständnis von Recht und betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen. Somit beeinflussen bzw. gestalten sie unternehmerische Prozesse mit und bekleiden damit eine Schlüsselposition im Unternehmen.

 

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