28. Mai 2014   Business

PwC-Studie: Chefs finden nicht die richtigen Mitarbeiter, geben dem Staat die Schuld

Angelika Hamberger ©PwC
Angelika Hamberger ©PwC

Wien. Rund die Hälfte aller Unternehmen plant in diesem Jahr eine Personalaufstockung – zwei Drittel aller CEOs befürchten aber, keine entsprechenden Fachkräfte zu finden. Das ist das Ergebnis einer weltweiten Studie von PwC, die unter mehr 1.300 CEOs in 68 Ländern durchgeführt wurde.

Für 63 % der CEOs (5 % mehr als im Jahr 2013) stelle die mangelnde Verfügbarkeit von qualifizierten Personen die größte Bedrohung für die Weiterentwicklung ihres Unternehmens dar. Technologie- und Maschinenbauunternehmen seien am stärksten vom Fachkräftemangel betroffen. 

Angelika Hamberger, Human Resource Services bei PwC Österreich: „Auch Österreich leidet unter einem eklatanten Fachkräftemangel. Das betrifft große internationale als auch mittelständische Unternehmen aller Branchen. Besonders das Zusammenspiel zwischen dem Generationenwandel einerseits und den sich schnell ändernden wirtschaftlichen Herausforderungen andererseits erfordert ein hohes Spezialwissen. Bestehende Personalkonzepte und -kennzahlen müssen daher insbesondere auch in komplexen Unternehmensstrukturen ständig überdacht werden.“

Gesellschaft soll besser ausbilden

Zwar seien die meisten Geschäftsführer (93 %) der Ansicht, dass sie ihre Strategie zur Anwerbung und Bindung von qualifizierten Mitarbeitern ändern müssen – bei drei von fünf Unternehmen wurden jedoch noch keine Schritte in diese Richtung unternommen, heißt es in einer Aussendung. Ein Grund dafür könnte sein, dass CEOs weltweit die Schuld am Fachkräftemangel auf den Gesetzgeber schieben: 40 % der befragten CEOs meinen, die Ausbildung qualifizierter Arbeitskräfte sei eine der drei größten Aufgaben des Staates, und etwas mehr als die Hälfte (52 %) ist der Ansicht, dass Regulierungsbestimmungen sie bei ihrer Suche nach den besten Mitarbeitern behindern. Nur jeder Fünfte vertritt die Meinung, die Politik habe in seiner Region einen wirksamen Beitrag zur besseren Qualifikation von Arbeitskräften geleistet.

„CEOs sollten die neuen technischen Möglichkeiten zur Analyse von HR-Daten nutzen, um besser abschätzen zu können, welche Qualifikationen sie in Zukunft brauchen werden. Nur dann können Unternehmen auf Änderungen bei Bedarf und Nachfrage besser reagieren“, meint Hamberger.

Die meisten Personaleinstellungen sind in Organisationen im Nahen Osten (71 %) und in Ländern in Südostasien (54 %) und China (53 %) geplant.

Link: PwC

 

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