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Business

Life Sciences-Branche bekommt neue Strategie plus Förderung

Wien. Österreichs Life Science-Branche wächst auch in Zeiten schwacher Konjunktur: Sie hat zuletzt einen Umsatz von 19,11 Milliarden Euro erzielt und bietet erstmals über 51.000 Arbeitsplätze. Eine neue Zukunftsstrategie soll das Wachstum sichern.

„Österreich verfügt über eine forschungsintensive und dynamisch wachsende Life Science-Szene. Der Standort hat sich sowohl von wissenschaftlicher als auch von wirtschaftlicher Seite zu einem internationalen Top-Player entwickelt“, so Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner bei der Präsentation des neuen „Life Science Report Austria“, der von Austria Wirtschaftsservice (aws) im Auftrag des Ministeriums erstellt wurde.

Im vergangenen Jahr erwirtschafteten die 823 Life Science-Unternehmen demnach einen Rekordumsatz von 19,11 Milliarden Euro. „Während wir in anderen Bereichen aufgrund der internationalen Wachstumsschwäche kaum zulegen, verzeichnen die Biotechnologie-, Pharma- und Medizintechnologie-Unternehmen ein deutliches Umsatz- und Beschäftigungswachstum. Die Zahl der Beschäftigten ist in den vergangenen zwei Jahren auf den Rekordstand von 51.660 Beschäftigten gestiegen (+2,95%). Der Gesamtumsatz der Branche entspricht bereits 5,8 Prozent des heimischen Bruttoinlandproduktes“, so Staatssekretär Harald Mahrer.

Die neue Strategie

Österreich kann die gesamte Wertschöpfungskette abdecken, heißt es weiter: von der Grundlagenforschung, über die angewandte Forschung bis hin zur Markteinführung von neuen Produkten. Insgesamt haben die Unternehmen der Branche im Vorjahr 917 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert. „Das zeigt, dass Österreich ein bedeutender Standort mit hohem Innovationspotenzial ist. Dieses Potenzial wollen wir künftig noch stärker nützen“, so Mitterlehner.

Man müsse die breite Palette von unterschiedlichsten Anwendungsgebieten der Medizin, Pharmazie, Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt strategisch klug ausrichten. Es werde nun bis zum Frühjahr 2016 eine neue Zukunftsstrategie entwickelt. „Die Strategie soll die gesamte Spanne der österreichischen Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette abbilden und wird im intensiven Dialog mit Stakeholdern bis zum Frühjahr 2016 entwickelt“, kündigen Mitterlehner und Mahrer an. Der Teilnehmerkreis setzt sich aus Rektoren der relevanten Universitäten, den Präsidenten von ÖAW und IST Austria und Vertretern der Industrie zusammen.

Neue Förderungen

Von der Nationalstiftung kommen dabei für die Förderung von Forschungsinfrastruktur 13 Millionen Euro. Die Pilotausschreibung „Forschungsinfrastruktur“ werde im Frühjahr 2016 gestartet, die FFG wickelt das Programm ab. Sie habe das entsprechende Konzept erarbeitet und im Vorfeld mit der Christian-Doppler-Gesellschaft, dem Wissenschaftsfonds FWF, der Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften abgestimmt.

Der Life Science-Sektor in Zahlen

  • Der Life Science-Sektor gliedert sich in den Bereich Medizintechnik mit 487 Unternehmen und den Bereich Biotechnologie und Pharma mit 336 Unternehmen.
  • Betrachtet man den Umsatz, erwirtschafteten die Biotechnologie- und Pharmabranche gemeinsam 11,65 Milliarden Euro, im Medizintechnik-Sektor sind es 7,46 Milliarden Euro.
  • Insgesamt generierte die Life Science-Szene einen Gesamtumsatz von über 19,11 Milliarden Euro, das ist eine Zunahme von 7,8 Prozent verglichen zu 2012.
  • In Österreich gibt es 55 Forschungsstätten (Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen) im Bereich Life Sciences. Etwa 20.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen waren 2014 in Universitäten, Fachhochschulen und nicht-universitären Forschungseinrichtungen beschäftigt. Der Frauenanteil lag bei 57 Prozent. Das Life Science-Budget der Forschungseinrichtungen betrug 1,44 Milliarden Euro.

Link: aws

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