03. Dez 2019   Finanz

„ATX-Werte mit guten Aussichten für 2020“

Fritz Mostböck Credit Erste Bank Daniel Hinterramskogler 300x200
Fritz Mostböck ©Erste Bank / Daniel Hinterramskogler

Börse. Der Wiener Leitindex ATX hat heuer mehr als 13,5 % zugelegt. Die Erste-Analysten trauen ihm einen weiteren großen Sprung zu. Einige Aktien loben sie besonders.

„Der langfristige Abwärtstrend des ATX ist nun endlich gebrochen, die technischen Indikatoren generieren klare Kaufsignale“, meint Fritz Mostböck, Leiter des Bereichs Group Research bei der Ersten.

Der österreichische Leitindex biete aufgrund seiner Bewertung – aktuell steht der ATX bei rund 3084 Punkten – deutliches Aufholpotenzial gegenüber anderen Indizes. Wobei sich die Performance des ATX heuer sehen lassen kann: Seit Jahresanfang (YTD) hat der Leitindex der Wiener Börse eine Performance von 13,58 Prozent hingelegt. Doch große internationale Indices wie der S&P 500 sind sogar um mehr als 22,5 % gestiegen. Der Eurostoxx 50 stand zu Redaktionsschluss immerhin rund 20,3 % höher als am ersten Handelstag des heurigen Jahres (2. Jänner 2019).

Die Erste-Analysten trauen dem ATX ein Niveau von rund 3500 Punkten bis Ende 2020 zu – das wäre ein Zuwachs von mehr als 400 Punkten oder erneut rund 13 %.

Empfehlungen für ATX-Werte

Freilich ist jeder Index nur so stark wie die Werte, die in ihm enthalten sind. Und einige Aktien haben es den Erste-Analysten besonders angetan. „Wir bevorzugen generell Unternehmen mit klaren Geschäftsmodellen und hoher Visibilität“, meint Christoph Schultes, Chief Equity Analyst Österreich.

  • Auf der Empfehlungsliste stehen die Immobilienwerte Immofinanz und S Immo, die auch weiterhin vom aktuellen günstigen Umfeld für Real Estate profitieren sollten. „Die Beendigung der Gespräche über eine Zusammenführung der Unternehmen sollte sich nicht zu ihrem Nachteil entwickeln“, meint Schultes.
  • Der langfristige Ausblick und eine steigende Wachstumsdynamik sprechen laut Erste für AT&S. Gleiches gelte auch für FACC, die nach einem eher enttäuschenden ersten Halbjahr 2019 die Bodenbildung endgültig abgeschlossen haben sollte.
  • Auch wenn das Sentiment für Bankaktien aktuell schwierig ist, spreche einiges für die RBI: „Die günstige Bewertung einerseits, so wie Wachstumsperspektiven in CEE und die Möglichkeit einer deutlichen Steigerung der Dividende rechtfertigen unserer Meinung nach die Kaufempfehlung“, führt Schultes aus.
  • Für die SBO spricht die langfristige Korrelation zum Ölpreis, der zuletzt starke Kursrückgang ist nach Ansicht der Erste Group Analysten nicht gerechtfertigt und als eindeutig übertrieben anzusehen. Abschließend empfiehlt Schultes die Do & Co Aktie, die auch im nächsten Jahr mit hohen Wachstumsraten glänzen sollte.

Wachstum in CEE hilft ATX

Die Entwicklung der CEE-Region hilft österreichischen Unternehmen. „Von der globalen wirtschaftlichen Abkühlung bleibt auch die CEE-Region nicht verschont, dennoch sollte das Wachstum mit durchschnittlich 3,2% das Doppelte von Österreich bzw. der Eurozone betragen und als solide Basis für ATX-Unternehmen dienen“, meint Mostböck.

    Weitere Meldungen:

  1. 7 Tipps für erfolgreiche – und kurze – Meetings
  2. Eine Kunst-Anwältin für CMS und weitere Karriere-News
  3. Geld für Raiffeisen mit Wolf Theiss und weitere Deals
  4. Von VW e-crafter bis Cybertruck: Neue Elektro-Transporter

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir ersuchen um eine sachliche Diskussion. Kommentare werden moderiert, es gelten unsere Nutzungsregeln.