14. Jan 2021   Finanz Recht

Wüstenrot gründet Bank mit Binder Grösswang und mehr

Stephan Heckenthaler ©Binder Grösswang

Finanz-Anwälte. Binder Grösswang berät Wüstenrot beim Aufbau einer Bank für Privatkunden. Auch bei White & Case geht es um eine Banklizenz. CMS wieder hilft bei einem InsurTech-Deal.

Die Wüstenrot Gruppe will für ihre Kunden ein Allfinanzdienstleister sein und gründet daher eine eigene Bank für Privatkunden. Die dafür notwendige Konzession wurde bei den Aufsichtsbehörden im Dezember 2020 beantragt. Binder Grösswang hat Wüstenrot bei der Vorbereitung und der Einbringung des Konzessionsantrags beraten, so die Kanzlei.

Binder Grösswang Partner Stephan Heckenthaler: „Wir freuen uns, dass wir die Wüstenrot Gruppe bei diesem wichtigen strategischen Schritt erfolgreich unterstützen durften und das in vielerlei Hinsicht herausfordernde Jahr 2020 mit diesem Meilenstein im Projekt abschließen konnten.“ Die Beratung umfasse unter anderem die Vertretung gegenüber der Europäischen Zentralbank und den nationalen Aufsichtsbehörden (FMA und OeNB).

Das Team der Kanzlei stand unter der Federführung von Heckenthaler (Partner, Banking & Finance) und umfasst auch Stefan Frank (Counsel, Banking & Finance) und Andreas Perkonig (Associate, Banking & Finance).

Fondsmanufaktur IQAM Invest wird verkauft

Ein weiteres aktuelles Binder Grösswang-Mandat betrifft eine Gesellschaftergruppe rund um das Bankhaus Carl Spängler & Co. AG, Wüstenrot Versicherungs-AG, Ärztekammer Salzburg sowie Professoren der WU und TU Wien: Die Gruppe hat laut den Angaben 100 % der Anteile an der Spängler IQAM Invest GmbH an die deutsche DekaBank verkauft und wurde dabei von Binder Grösswang beraten.

Die österreichische Fondsmanufaktur Spängler IQAM Invest verfüge als Asset Manager über mehr als 30 Jahre Markterfahrung und biete vor allem für institutionelle Anleger Investmentlösungen. Ursprünglich 1988 als Kapitalanlagegesellschaft und 100-prozentige Tochter des Bankhauses Spängler in Salzburg gegründet, firmierte die Fonds-Manufaktur seit rund zehn Jahren als Spängler IQAM Invest GmbH.

Mit Aufbau des quantitativen Asset Managements innerhalb der letzten fünfzehn Jahre steigerte das Haus das betreute Fondsvolumen auf rund 7 Milliarden Euro im Jahr 2019, heißt es weiter. 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen insgesamt rund 100 Publikums- und Spezialfonds.

Das Team von Binder Grösswang stand unter der Leitung von Partner Bernd Schneiderbauer, Rechtsanwältin Claudia Fochtmann-Tischler und Associate Christoph Cordes (alle M&A/Corporate) und umfasste zudem Counsel Stefan Frank (Bankaufsichtsrecht), Partner Johannes Barbist (öffentliches Recht und Investitionskontrolle sowie Regulatory), Partner Christian Wimpissinger, Rechtsanwalt Clemens Willvonseder und Associate Erik Pinetz (alle Steuerrecht), Partner Horst Lukanec und Rechtsanwalt Manuel Müllner (Arbeitsrecht), Rechtsanwalt Philipp Spring (Datenschutz und IT) und Partnerin Christine Dietz (Merger Control).

HDI schlägt zu bei InsurTech-Deal mit CMS

Wirtschaftskanzlei CMS Deutschland berät die Gesellschafter des InsurTech-Unternehmen Community Life beim Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an die HDI Lebensversicherung. Ein Team der Kanzlei um Winfried Schnepp und Petra Schaffner hat die Gesellschafter der Community Life bei der Veräußerung rechtlich beraten.

Die Community Life GmbH, mit Sitz in Liederbach in Hessen, ist ein InsurTech-Unternehmen, das seit 2015 am Markt tätig ist und eine end-to-end digitale Plattform für den Vertrieb und die Verwaltung von Lebensversicherungsverträgen entwickelt habe. Das Unternehmen wurde von Claudia Lang-Keck und Stefan Keck über deren gemeinsame Holding, die Neue Welt Holding GmbH, gegründet.

Der neue Mehrheitseigentümer HDI Lebensversicherung gehört zur HDI Group unter dem Dach des Talanx-Konzerns. Talanx ist nach Prämieneinnahmen die drittgrößte deutsche und eine der großen europäischen Versicherungsgruppen.

White & Case berät PEAC bei Bankerlaubnis-Verfahren

White & Case Deutschland hat die PEAC Finance Group (Pan European Asset Company) bei der erfolgreichen Beantragung einer Bankerlaubnis beraten. Mit Erteilung der Bankerlaubnis durch die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Europäische Zentralbank (EZB) im Dezember 2020 schließe PEAC die Transformation von einem Finanzdienstleistungsinstitut hin zu einem Kreditinstitut ab.

PEAC werde zunächst Festgelder für Privatkunden über die Plattform „Weltsparen.de“ anbieten. Laut CEO Thomas Söhlke dient dieser strategisch bedeutende Schritt nicht ausschließlich dem Ausbau des Produktuniversums der PEAC, sondern ebenso der effizienteren Abdeckung Europäischer Märkte und der Begleitung international orientierter Kunden als Finanzierungspartner auch außerhalb Deutschlands.

PEAC hat derzeit Niederlassungen und Tochtergesellschaften in Deutschland, Frankreich, Österreich, Tschechien, Ungarn, Polen und Russland und beschäftigt rund 400 Mitarbeiter. Es werden 60.000 kleine und mittelständische Unternehmenskunden betreut, die Bilanzsumme betrug im Jahr 2019 ca. 1,8 Mrd. Euro, das gesamte verwaltete Portfolio inklusive IT und Business Servicing lag laut den Angaben bei rund 5 Mrd. Euro.

Das White & Case Team unter Federführung von Local Partner Sebastian Pitz (M&A/Regulatory) bestand aus den Associates Marianna Frenkel and Agmal Bahrami (beide M&A/Corporate, alle Frankfurt).

 

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