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Recht, Veranstaltung

Weltfrauentag & Kanzleien: Events bei Baker McKenzie, fwp und mehr

Wernetta Eberhardt, Verena Schneider, Christl Clear, Vera Steinhäuser, Julia Fodor ©fwp

Wien. Rund um den 8. März luden Wirtschaftskanzleien wie Baker McKenzie oder fwp zu Events wie dem „FeMale Leaders Breakfast“. Anwältin Valentina Philadelphy-Steiner fordert mehr Veränderung im juristischen Bereich.

Baker McKenzie Wien richtete anlässlich des Weltfrauentags am 8. März ein exklusives „FeMale Leaders‘ Breakfast“ aus, heißt es in einer Aussendung: Die Veranstaltung fokussierte sich demnach auf die Förderung von Frauen in Führungspositionen und sollte auch einen Einblick in die Initiativen bieten, die Baker McKenzie selbst im Bereich Gender Equality umsetzt.

Zu dem Event kamen weibliche Führungskräfte von AbbVie, ERGO Versicherung, Erste Group, Liechtensteinische Landesbank, Ottakringer, Railcargo Austria, Refurbed, Salesforce, Sky Österreich, Strabag, voestalpine u.a. „Die Förderung von Frauen in und zu Führungspositionen ist nicht nur eine gesellschaftliche Verpflichtung, sondern auch ein wirtschaftlicher Imperativ. Vielfalt fördert Innovation, Qualität und Resilienz“, so Alexander Petsche, Managing Partner der Kanzlei. Eva-Maria Ségur-Cabanac, Partnerin bei Baker McKenzie: „Die Einbindung von Frauen in Führungspositionen ist eine strategische Notwendigkeit für nachhaltigen Unternehmenserfolg.“

In einem Impulsvortrag gab die deutsche Managementberaterin und Buchautorin Carmen Schön praktische Tipps für den Business Alltag. Baker McKenzie selbst setze verstärkt auf innovative Programme zur Frauenförderung. Demnach werden aufstrebende Juristinnen im Rahmen des RISE-Programms (Reaching the Summit in Excellence) auf ihrem Karriereweg zur Partnerschaft unterstützt. Neben Mentoring-Programmen biete die Kanzlei Trainings mit externen Coaches, sowie Plattformen und Initiativen, wie die Inclusion Circles, zum Austausch.

Die Aktivitäten des Inclusion, Diversity and Equity Komitees von Baker McKenzie, das 2020 von Désirée Prantl, Claudia Mahrer und Nassim Ghobrial gegründet wurde, tragen dazu bei, Frauenthemen verstärkt in den Fokus zu rücken, heißt es. Zu den konkreten Maßnahmen gehöre die Erhöhung des Frauenanteils auf Partnerebene.

„fwp Weltfrauentag“ bei Fellner Wratzfeld

Fellner Wratzfeld & Partner (fwp) zelebrierte vergangene Woche den Internationalen Weltfrauentag mit einer inspirierenden Veranstaltung, die rund 40 Juristinnen zusammenbrachte, heißt es: Der „fwp Weltfrauentag“, der heuer erstmalig veranstaltet wurde, sollte eine Plattform für den Austausch von Wissen, Networking und die Förderung von Diversität am Arbeitsmarkt sein.

Zum Eventprogramm gehörten demnach Vorträge, Workshops, Lesungen und Talks mit Speakerinnen aus verschiedenen Branchen. Die Keynote Speech wurde von Eva Landrichtinger, Generalsekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft, gehalten (Thema „Inklusion und Diversität am Arbeitsmarkt“). Julia Fodor, Influencerin und Gründerin von mehreren Unternehmen, teilte in ihrem Vortrag „how to be unstoppable“ persönliche Strategien und Erfahrungen zur Förderung von Durchhaltevermögen und Resilienz.

Die Workshops von Vera Steinhäuser und Wernetta Eberhardt gingen der Frage nach, wie man ein erfüllendes Berufsleben mit Gestaltungsmacht leben kann. Monika Sturm, Partnerin bei fwp, sprach in ihrem Talk über Karrieremöglichkeiten in Rechtsanwaltskanzleien, während die Wiener Influencerin und Unternehmerin Christl Clear in ihrer Lesung die Position der Frau in der Arbeitswelt beleuchtete.

Ein Appell von Philadelphy-Steiner

Anlässlich des Weltfrauentages meldet sich auch die Kanzlei von Valentina Philadelphy-Steiner zu Wort: Man hebe sich von der aktuellen Situation in der Anwaltei entsprechend ab und setze sich für einen nachhaltigen Wandel ein. Trotz beachtlicher Fortschritte in den letzten Jahrzehnten gibt es in Österreich nach wie vor ein deutliches Ungleichgewicht in der Rechtsanwaltschaft, erinnert die Anwältin in einer Aussendung. Ende 2023 machten Frauen nur 25,2% der Rechtsanwält:innen aus. Kanzlei-Gründerin Valentina Philadelphy Steiner setze sich aktiv dafür ein, dass Frauen in der Rechtsbranche die gleichen Chancen haben wie ihre männlichen Kollegen.

Valentina Philadelphy-Steiner ©Jeff Mangione

Ein zentraler Aspekt bei der Förderung von Frauen in der Rechtsbranche sei dabei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Philadelphy-Steiner: „Wir wollen mit dem Mythos aufräumen, dass Frauen sich zwischen Karriere und Familie entscheiden müssen. Bei uns ist beides möglich. Wir haben in unserer Kanzlei für jede Person eine individuelle Arbeitszeitvereinbarung. Gleichzeitig haben wir Kanzleiinterne Aktenverteilungssysteme entwickelt, die gewährleisten, dass unsere Arbeit mit höchster Qualität bearbeitet wird.“

Dabei werde aber auch der Tatsache Rechnung getragen, dass Arbeitnehmer:innen mit Kindern auch einmal spontan ausfallen können. „Ich habe als Einzelanwältin begonnen – mittlerweile sind wir ein Team von zehn Frauen“, so Philadelphy-Steiner. Sie ruft dazu auf, den Internationalen Frauentag nicht nur als Erinnerung an vergangene Errungenschaften zu sehen, sondern als Motivation, die Gleichstellung von Frauen und Männern auch in Zukunft auf allen Ebenen zu erreichen: „Frauen und Männer sind in Österreich zwar rechtlich gleichgestellt, aber es gibt immer noch deutliche Ungleichheiten, vor allem im juristischen Bereich.“

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