24. Apr 2012   Recht

Digitalzeitalter stürzt Berufsfotografen in den offeneren Wettbewerb: Künftig freies Gewerbe

Wien. Die Zugangsbeschränkungen zum Fotografengewerbe sollen nun auch in Österreich fallen. Der Fotografenberuf soll zum freien Gewerbe erklärt werden, für dessen Ausübung keine Meisterprüfung mehr notwendig ist, berichtet „Medianet“.

In der geplanten Novelle heißt es zur Begründung, dass zwar für die analoge Fotografie noch „bestimmte Fähigkeiten und Kenntnisse“ notwendig gewesen seien, doch dies treffe auf die digitale Fotografie nicht mehr zu.

Der Entfall der Reglementierung für Berufsfotografen ist in der vorliegenden Novelle der Gewerbeordnung 1994 enthalten, die noch bis 18. Mai zur Begutachtung aufliegt, so „Medianet“. Damit falle auch die Unterscheidung zwischen Berufsfotografen- und Pressefotografengewerbe. Letztere dürfen künftig alles, was bisher nur die Berufsfotografen konnten – vor allem  ihre Fotos außerhalb medialer Berichterstattung verkaufen.

Für die Reglementierung eines Gewerbes sei es erforderlich, dass die Ausübung „mit Gefahren für die Gesundheit oder die Sicherheit verbunden ist“ oder „der Befähigungsnachweis für den Schutz der Kunden vor Vermögensschäden erforderlich ist“, heißt es weiter. Ersteres wird ohnehin nicht angenommen – und letzteres sei mit der Einführung der digitalen Technologie vorbei, so die Behörde.

Link: Wirtschaftsministerium

 

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