16. Dez 2013   Business

Bank Austria: Konjunkturumfrage so gut ausgefallen wie seit Mitte 2011 nicht mehr

Wien. Die Bank Austria zeigt sich ungewohnt bullish für die europäische Konjunktur: Eine anhaltend starke internationale Nachfrage und die Verbesserung der Profitabilität haben im Euroraum zu einer Trendwende im zweiten Halbjahr 2013 geführt und die meisten Indikatoren zeigen wieder nach oben, heißt es im neuesten Konjunkturbericht.

„Der nun in ganz Europa, aber vor allem in Deutschland, einsetzende Aufschwung wird positiv überraschen. Wir erwarten 2014 1,5 Prozent Wachstum für den Euroraum und 2,5 Prozent für Deutschland“, glaubt Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer. Die Bank verweist auf ihren Konjunkturindikator, der auf den höchsten Wert seit Mitte 2011 gestiegen ist.

Vor allem der starke Aufwärtstrend in Deutschland mit seiner international besonders wettbewerbsfähigen Industrie werde 2014 nicht nur Österreich sondern ganz Europa, etwa auch Frankreich oder Italien, mit nach oben ziehen, so die Bank Austria-Volkswirte. Die Länder des Euroraums liefern im Durchschnitt 14 Prozent ihrer Exporte nach Deutschland.

 „Europas Wirtschaft löst die Bremsen“

Darüber hinaus werde die europäische Wirtschaft, nach Überwindung der Eurokrise und durch Fortschritte bei richtungsweisenden Maßnahmen, wie der Bankenunion, beginnen die Bremsen zu lösen. Hinzu komme, dass nach der massiven Haushaltskonsolidierung der vergangenen drei Jahre der noch offene Konsolidierungsaufwand relativ gering sei.

Die Stimmung in der Industrie, die eine wichtige Komponente des Bank Austria Konjunkturindikators ist, steige zudem weiter an: Die Zuversicht der europäischen Unternehmer hat sich im gewichteten Durchschnitt der wichtigsten österreichischen Handelspartner spürbar erhöht. Inländischer und europäischer Index übersteigen mittlerweile sogar die langjährigen Durchschnittswerte.

„Seit August dieses Jahres zeigt der Bank Austria Konjunkturindikator eine deutliche Aufwärtstendenz und ist im November weiter auf 1,2 Punkte gestiegen“ so Ökonom Walter Pudschedl. Damit erreicht er den höchsten Wert seit Mitte 2011 und verspreche für das Schlussquartal des laufenden Jahres eine Wachstumsbeschleunigung. Die Bank Austria geht von einem Anstieg des BIP gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent im vierten Quartal 2013 aus.

Link: Bank Austria

 

    Weitere Meldungen:

  1. Schwerpunkt Außenwirtschaft: Krisen im Blick
  2. Siemens kauft Brightly Software mit Latham & Watkins
  3. Ranking-Dämpfer für Firmen in Österreich, Deutschland u.a.
  4. TU Wien: „In Umbrüchen und Krisen die Chance suchen“