21. Aug 2014   Business

Raiffeisen Bank International holt den Löwenanteil des Gewinns in Russland: Gegen Sanktionen

Karl Sevelda, RBI © David Sailer
Karl Sevelda, RBI © David Sailer

Wien/Moskau. Die Raifeisen Bank International (RBI) hat im ersten Halbjahr 2014 den Konzern-Periodenüberschuss um 24,4 Prozent auf 344 Mio. Euro gesteigert.

Wie schon in der Vergangenheit stammt ein großer Teil des Gewinns aus Russland. RBI-Chef Karl Sevelda spricht sich erneut gegen die EU-Sanktionen in Sachen Ukraine aus: Nicht nur seien sie schlecht für´s Geschäft, auf den Kreml hätten sie ohnehin keine Wirkung.

Der Zinsüberschuss der RBI stieg laut Aussendung im Jahresvergleich um 6,4 Prozent auf 1,954 Milliarden Euro. Während die Betriebserträge leicht und die Verwaltungsaufwendungen deutlich (-6,1%) rückläufig waren, stiegen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um 21,1 Prozent auf 568 Millionen Euro. Die Non-performing Loan Ratio sei mit 10,7 Prozent allerdings stabil im Vergleich zum Jahresende 2013.

Der Ausblick

„Hinter uns liegt ein intensives erstes Halbjahr, das sehr stark von regulatorischen Themen wie dem Asset Quality Review und dem Stresstest der EZB sowie der geopolitischen Krise in der Ukraine geprägt war“, meint RBI-Vorstandsvorsitzender Sevelda. Er zeigt sich entschieden gegen die EU-Sanktionen gegen Russland eingestellt: „Die Auswirkungen der Sanktionen auf das Geschäft der RBI sind zwar sehr gering. Je weiter der Sanktionswettlauf fortschreitet, desto schwerer wird es aber, wieder aufeinander zuzugehen.“

Man halte Russland nach wie vor mittel- und langfristig für einen attraktiven Bankenmarkt und werde in dem Markt bleiben.

Die RBI erwartet laut Aussendung, dass die Forderungen an Kunden im Gesamtjahr 2014 etwa auf Vorjahresniveau liegen werden. Bei den Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen rechne man für 2014 mit einem Bedarf zwischen 1,3 und 1,4 Milliarden Euro. Die Ergebnisse könnten noch vom anstehenden Asset Quality Review der EZB und einer weiteren Verschlechterung der Situation in der Ukraine und Russland beeinflusst werden, heißt es.

Link: RBI

 

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