10. Apr 2015   Business Recht

Financial Planners Österreich: MiFID II muss verpflichtende Weiterbildung und einheitliche Standards bringen

Otto Lucius ©Studio Huger
Otto Lucius ©Studio Huger

Wien. Die EU-Richtlinie MiFID II versucht durch verschiedene Maßnahmen den europäischen Finanzmarkt zu stabilisieren. Unter anderem sollen die Transparenz erhöht und Befugnisse der Aufsichtsbehörden ausgeweitet werden. Der Österreichische Verband Financial Planners und das Finanzplaner Forum machen sich dabei für verpflichtende Weiterbildung und einheitliche Ausbildungs-Standards im Bereich der Anlageberatung stark.

Im Hinblick auf die Umsetzung von MiFID II haben die beiden Organisationen daher eine Stellungnahme unter dem Titel „Anforderungen an Anlageberater“ verfasst und diese an die zuständigen Behörden in Österreich und Deutschland weitergeleitet.

FMA und BaFin gefragt

MiFID II und die ergänzende Guideline der European Securities and Markets Authority, kurz ESMA, sind ab Januar 2017 in allen Mitgliedstaaten anzuwenden. Dabei regelt der Artikel 25 unter anderem den Nachweis von erforderlichen Kenntnissen und Kompetenzen des Beraters. Der Österreichische Verband Financial Planners hat nun – gemeinsam mit dem Finanzplaner Forum – eine Stellungnahme dazu an die Österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA und an die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin gesendet, so eine Aussendung.

In diesem Papier sprechen sich die beiden Organisationen für arbeitgeberunabhängige Prüfungen sowie für eine Weiterbildungsverpflichtung für Anlageberater aus. Darüber hinaus werden darin auch die Kernpunkte künftiger Zertifizierungen, wie etwa von Beratern zu fordernde Kenntnisse und Kompetenzen, behandelt.

„Nachvollziehbare Regelungen“

Das Hauptaugenmerk der Stellungnahme liegt dabei laut der Aussendung vor allem auf den Interessen der Verbraucher als Anleger, aber auch darauf, klare und nachvollziehbare Regelungen für die im Markt aktiven Anbieter zu schaffen.

Als Grundlage dafür dienten unter anderem das bestehende Regelwerk von Zertifizierungsorganisationen wie FPSB Ltd. und EFPA Europe, sowie die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. (FH) Mag. Otto Lucius, dem Vorstandsvorsitzenden des Österreichischen Verbandes Financial Planners und Mit-Initiator des Finanzplaner Forum.

„Wir halten es für richtig und wichtig, bereits jetzt unsere Stellungnahme abzugeben, und stehen den Regulierungsbehörden im Rahmen der bevorstehenden Konsultationen durch ESMA mit den Möglichkeiten unseres gesamten Netzwerks zur Verfügung“, so Lucius.

Link: Österreichischer Verband Financial Planners

Link: Finanzplaner Forum

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