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Business, Personalia

Christian Kern: Chefpilot mit Schlechtwetter-Zulassung

Wien. Christian Kern (50) wird neuer Bundeskanzler: Der gelernte Kommunikationsprofi hat fünf Jahre an der Spitze der Bahn ausgehalten – früher einer der undankbarsten Jobs des Landes – und dafür überraschend viel Lob geerntet. In der Stunde der Not wird er von der SPÖ als Flugkapitän mit Unwetter-Lizenz  ins Cockpit geschickt. Nicht unbedingt ein Zeichen der Stärke: Res ad triarios rediit, würden die alten Römer sagen. 

„Nun müssen die Triarier fechten“ hieß es, wenn eine Armee in die Defensive geraten war und die bewährtesten Legionäre – die Triarier – den Tag retten mussten. Im übertragenen Sinn: Jetzt geht´s um die Wurst.

Der Eindruck einer solchen Situation ist laut den politischen Beobachtern in der SPÖ durch das Abschneiden bei der Bundespräsidentenwahl (in der Stichwahl macht sie bekanntlich nicht mehr mit) und die bevorstehende Nationalratswahl eingetreten.

Ganz neu oder ganz neu?

Umso gespannter wird die Personalie, die laut Medienberichten parteintern keine ausgemachte Sache war – immerhin musste erst Wiens Bürgermeister Häupl den Sanktus erteilen – auch von außen betrachtet. Die Regierungspartei schickt mit Kern, der als Manager auch in konservativen Kreisen einen sehr guten Ruf hat, wohl eine ihrer allerletzten großen Personalreserven aus der aktuellen Generation in die Schlacht. Sollten die Triarier die Hoffnung enttäuschen, wird man sich etwas ganz Neues überlegen müssen.

Als Nachfolger von Christian Kern an der Spitze der ÖBB wird von den Medien Infrastruktur-Vorstand Andreas Matthä (53) gehandelt.

Link: ÖBB

 

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