24. Mrz 2021   Business Finanz Recht

Volksbanken holen sich 500 Mio. Euro: Die Anwälte

Gerald Fleischmann ©Volksbank

Wien. Schönherr und Wolf Theiss beraten  bei der Emission einer 500 Millionen Euro-Anleihe durch die Volksbank Wien AG, die auch Sektor-Spitzeninstitut ist.

Die aktuelle Emission soll der Liquiditäts- und Refinanzierungsstruktur der Volksbank Wien zugute kommen. Sie dient laut der Bank auch der Erfüllung der regulatorischen Anforderungen aus der MREL-Quote in Höhe von 26,2%, die der Volksbanken-Verbund bis Ende 2024 erfüllen muss. MREL (Minimum Requirements of Own Funds and Eligible Liabilities) ist eine auf europäischer Ebene entwickelte Kennzahl für Banken.

Die festverzinsliche Anleihe hat einen Kupon von 0,875 Prozent und wurde ausschließlich bei institutionellen Anlegern platziert. Die Stückelung liegt bei 100.000 Euro. Im Orderbuch mit einem finalen Interesse von über 1 Mrd. Euro waren 115 Investoren aus 20 Ländern, heißt es bei dem Wiener Bankinstitut.

„Wir freuen uns über die große Nachfrage von internationalen Investoren und sehen das als Bestätigung für die erfolgreiche Entwicklung des Volksbanken-Verbundes in Österreich“, so Gerald Fleischmann, Generaldirektor der Volksbank Wien AG und Sprecher des Volksbanken-Verbundes.

Die Anleihe und die Berater

Dabei hat Wolf Theiss die Volksbank Wien beraten. Wirtschaftskanzlei Schönherr wiederum betreute die Joint Lead Manager Barclays Bank Ireland, Crédit Agricole, DZ Bank, Erste Group und Raiffeisen Bank International.

Ausgegeben hat die Volksbank Wien AG, die auch Spitzeninstitut des österreichischen Volksbankensektors ist, 500 Millionen Euro 0,875 % senior non-preferred berücksichtigungsfähigen Schuldverschreibungen 2021 – 2026.  Die für Zwecke von MREL anrechenbare Anleihe wurde laut den Angaben nach österreichischem Recht am 23. März 2021 unter dem Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen der Volksbank erfolgreich begeben und bei institutionellen Investoren und geeigneten Gegenparteien platziert. Die Schuldverschreibungen sind im März 2026 fällig und zum Amtlichen Handel der Wiener Börse zugelassen.

Das Statement und die Teams

„Wir freuen uns, dass die Joint Lead Manager bei der Emission der senior non-preferred berücksichtigungsfähigen Schuldverschreibungen auf unsere rechtliche Expertise vertraut haben. Herzliche Glückwünsche an die Volksbank Wien sowie die Emissionsbanken zur erfolgreichen Platzierung“, sagt Partner und Co-Leiter der Schönherr-Kapitalmarktpraxis Christoph Moser.

  • Im Schönherr-Team waren neben Christoph Moser auch Ursula Rath (Partner) und Angelika Fischer (Associate).
  • Wolf Theiss Rechtsanwälte (Lead Partner Alexander Haas, Nikolaus Dinhof, Sebastian Prakljacic und Dominik Thill) beriet Volksbank als Emittentenanwalt.

 

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