15. Mrz 2010   Recht

Strafverteidiger tagen zu beruflich-ethischem Selbstverständnis und Verfahrensrecht

Strafverteidiger Richard Soyer

Salzburg/Wien. Fragen des beruflich-ethischen Selbstverständnisses der österreichischen Strafverteidiger stehen im Mittelpunkt des 8. österreichischen StrafverteidigerInnentags.

Zweites Hauptthema der Veranstaltung, die am 19. und 20. März 2010 in Salzburg stattfindet, ist ein Grundprinzip des Verfahrensrechts, nämlich die materielle Wahrheitserforschung, sagt Richard Soyer, Sprecher der Vereinigung Österreichischer StrafverteidigerInnen. Zur Eröffnung erwartet die Strafverteidiger-Vereinigung den Präsidenten der Salzburger Rechtsanwaltskammer, Leopold Hirsch sowie Holger Matt, Chairman of the European Criminal Bar Association und Salzburger Sparkasse-Vorstand Christoph Paulweber.

Der Festvortrag wird von Prof. Winfried Hassemer, Rechtsanwalt in Frankfurt am Main (D) zum Thema „Strafverteidigung im Rechtsstaat – zur Bedeutung von Ethik und Erfolg“ gehalten.

An der anschließenden Podiumsdiskussion nehmen teil:

  • Georg Krakow, Kabinettchefin von Justizministerin Claudia Bandion-Ortner
  • Martin Kreutner, Leiter des Bundesamts zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK)
  • Herbert Langsner, Kommunikationsberater
  • Harald Ofner, Rechtsanwalt und Justizminister a.D.
  • Hans Rathgeb, Präsident des Landesgerichts Salzburg
  • Johannes Schnizer, Mitglied des Verfassungsgerichtshofs

Die Moderation übernimmt der Wiener Rechtsanwalt Ernst Schillhammer.

Landeskriminalamt zur Tatortermittlung

Der folgende Tag widmet sich dem Thema „Wahrheit im Strafprozess“. Dabei referieren mehrere Teilnehmer aus unterschiedlichen Perspektiven: so etwa der Wiener Oberstaatsanwalt Friedrich König aus Sicht der Staatsanwaltschaft, Richard Soyer zur Sicht des Verteidigers, u.a.

Es folgt das Thema „Private Ermittlungen und Tatortsicherung“; zu den Referenten gehört Christoph Jäger (Fa. Jäger Sicherheitsmanagement, Wien) zu „Möglichkeiten der Kooperation von Verteidigung und DetektivInnen“ und Oberst Michael Mimra vom Landeskriminalamt Wien („Tatortermittlung aus Beschuldigerperspektive“).

Link: Vereinigung Österreichischer Strafverteidigerinnen

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