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IPO-Barometer von Ernst & Young: Markt für Börsengänge kommt nicht in Schwung

Wien. Der weltweite Markt für Börsengänge, Initial Public Offerings (IPO), kommt nicht so richtig in Schwung: In den ersten drei Monaten des Jahres fanden laut aktuellem IPO-Barometer von Ernst & Young weltweit nur 153 Börsengänge statt. Im Vorjahreszeitraum waren es 204.

Das Emissionsvolumen lag mit 24,0 Mrd. US-Dollar um 33 Prozent über dem Vorjahreswert. Geradezu eingebrochen ist der IPO-Markt in China, wo die Zahl der Börsengänge von 69 auf 11 sank.

Auch in Europa wagten deutlich weniger Unternehmen den Sprung aufs Parkett: Die Zahl der Börsengänge sank von 38 auf 26, heißt es in einer Aussendung.

Vielversprechend fiel der Jahresauftakt in Deutschland aus: Zwar gab es mit dem Börsengang des Immobilienunternehmens LEG nur einen IPO, dieser war mit einem Volumen von knapp 1,6 Milliarden US-Dollar aber die zweitgrößte Transaktion des Jahres.

Gemessen an der Zahl der Börsengänge waren die ersten drei Monate dieses Jahres laut Ernst & Young das schwächste Quartal seit dem dritten Quartal des Jahres 2009, als bei 146 Börsengängen insgesamt 34 Milliarden US-Dollar eingesammelt worden waren.

Rückgänge an allen wichtigen Börsenplätzen

Dabei waren an allen wichtigen Börsenplätzen Rückgänge zu verzeichnen: In China (inklusive Hongkong) ging die Zahl der IPOs besonders stark von 69 auf 11 zurück, das Emissionsvolumen verringerte sich von 6,4 auf 1,1 Milliarden US-Dollar. Weniger stark fiel der Rückgang in Europa aus: Die Zahl der IPOs sank von 38 auf 26, das Emissionsvolumen hingegen stieg von 3,3 auf 4,9 Milliarden US-Dollar.

In den USA wagten im ersten Quartal dieses Jahres zwar ebenfalls weniger Unternehmen den Sprung aufs Parkett – die Zahl der IPOs ging von 48 auf 34 zurück –, das Emissionsvolumen stieg aber von 6,3 auf 8,6 Milliarden US-Dollar.

Die trotz guter Entwicklung an den Aktienmärkten schwache Entwicklung des IPO-Geschäfts in Europa führt Gerhard Schwartz, Partner bei Ernst & Young Österreich, auf die anhaltende Unsicherheit im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise sowie die eingetrübten weltweiten Konjunkturaussichten zurück.

„Die anhaltende Schuldenkrise in vielen Ländern Europas sowie neuerlich nach unten revidierte Wirtschaftsprognosen führten dazu, dass Unternehmen in den letzten Monaten ihre Börsengänge aufschoben. Börsendaten belegen jedoch, dass sich der Handel auf den internationalen Marktplätzen trotz der andauernden Unsicherheiten erholt und sogar stabilisiert hat. Unternehmen könnten diese stabile Ausgangssituation in den nächsten Monaten nutzen um ihren eigenen IPO in die Tat umzusetzen – weltweit bereiten sich unseres Wissens nach derzeit schließlich über 300 Unternehmen aktiv auf einen Börsengang vor“, erklärt Schwartz.

IPO-Markt soll sich 2013 graduell erholen

Für das nächste Quartal erwartet Ernst & Young dank einem erhöhten Marktvertrauen und einer geringen Volatilität auf den internationalen Marktplätzen einen Anstieg in der Zahl der Börsengänge und im Emissionsvolumen der einzelnen Deals.

„Die zunehmend stabilere Wirtschaftslage in den USA und eine Erholung an den asiatischen Börsen sollte den Weg für neue, erfolgreiche IPOs ebnen. Eine Erholung des internationalen IPO-Marktes erwarten wir spätestens für das zweite Halbjahr 2013. Bis dahin sollte schließlich weltweit auch die reale Wirtschaft auf dem Wachstumskurs sein“, so Schwartz.

Link: Ernst & Young

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