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Business

Interim Management laut Branche unbekannt, aber gefragt

Walter Pfaller © P+P
Walter Pfaller © P+P

Geisenheim/Wien. Die Anbieter von Interim Management sehen im deutschsprachigen Raum nach wie vor beträchtliche Wachstumsaussichten – auch wenn ihre Dienstleistung, nämlich das Managen auf Zeit, weithin unbekannt ist. Das geht aus der >Providerumfrage 2015< hervor, die der Branchenverband AIMP im Rahmen des 11. Jahresforums für Interim Management vorgestellt hat.

Walter Pfaller, Geschäftsführer von P+P Interim Management, dem österreichischen AIMP Mitglied: “Durch die Teilnahme von 25 Interim Management Providern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist diese 10. Jubiläums-Umfrage wohl die bedeutenste Studie im deutschsprachigen Raum. Auch wenn die Daten durch den vergleichsweise großen deutschen Markt geprägt sind, gelten die meisten Aussagen nach unseren Erfahrungen auch so für Österreich.“

Die Studie

Und Folgendes hat die Studie herausgefunden:

  • In der Region D-A-CH gibt es rund 20.000 Interim Manager, in Österreich rund 1000. Diese Zahl sei in den letzten Jahren ziemlich stabil geblieben; ähnliches gelte für die den Angaben zufolge erzielten Tagessätze von im Durchschnitt rund 1000 Euro, sowie die durchschnittliche Auslastung von 150 Tagen pro Jahr.
  • Die Verhandlungspartner beim Kunden sind fast zur Hälfte Geschäftsführer und Vorstände, Interim Management sei also nach wie vor Chef-Sache. Die Bedeutung der Personalabteilung nimmt in den letzten Jahren aber zu und Human Resources liegt als Verhandlungspartner schon bei 28%.
  • Neben Maschinenbau, Automotiv, Chemie/Pharma und IT/ Kommunikationstechnik gewinne die Elektronik immer mehr an Bedeutung und stellen die genannten Branchen 60% der Kunden. Im Gegensatz zu Großbritannien, wo 33% der Aufträge aus dem Öffentlichen Sektor kommen, sei im deutschsprachigen Raum dieser Sektor noch ohne Relevanz.
  • 60 % der Auftraggeber sind Unternehmen mit weniger als 1000 Mitarbeitern; Interim Management sei also nicht nur ein Instrument für Großkonzerne, sondern werde überwiegend im Mittelstand eingesetzt.
  • Die Aufgaben im Projektmanagement nehmen in den letzten Jahren zu und lagen im Vorjahr bereits bei über 26% und damit hinter den Vakanzüberbrückungen bereits an 2. Stelle.
  • Nach Funktionen betrachtet führe Finanzen/ Controlling, gefolgt von der Geschäftsführung mit und ohne Restrukturierungsaufgaben. Zugenommen haben Funktionen im Bereich Technik/ Produktion.
  • Die typische Mandatslaufzeit liege bei 7-12 Monaten und die Übernahme von Interim Managern in Festanstellung hat sich nach einigen Jahren wieder auf 6% erhöht.

„Interim Management hat sich in den letzten 10 Jahren zu einer höchst professionellen Dienstleistung entwickelt, trotzdem kenn ein Viertel der Unternehmen diese Dienstleistung noch nicht “, so Vera Bloemer, Interim Management-Expertin und Treuhänderin für die Studie.  Die Branche rechnet den Angaben zufolge 2015 mit einem Umsatzwachstum von 9%.

Link: AIMP

 

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