29. Mai 2015   Bildung & Uni Business

WU: Größte betriebswirtschaftliche Tagung bis 29. Mai 2015

Wien. Mit der Eröffnungsfeier der Pfingsttagung des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. (VHB), die von 27. bis 29. Mai an der WU stattfindet, ist die größte Veranstaltung dieser Art im deutschsprachigen Raum gestartet.

WU-Rektor Christoph Badelt, die VHB-Vorsitzende Barbara Weißenberger sowie WU-Professorin Eva Eberhartinger, Vorsitzende des Organisationskomitees, begrüßten international renommierte Universitäts-professor/inn/en sowie Expert/inn/en aus der Wirtschaft im Festsaal der WU. Danach wurden die Konferenzpreise für die besten Einreichungen verliehen.

Patrick Kampkötter von der Universität zu Köln wurde für seine wissenschaftliche Arbeit „Performance Appraisals and Job Satisfaction“ mit dem „Best Conference Paper Award“ ausgezeichnet. Den „Best Reviewer Award“ erhielt Jürgen Ernstberger von der Technischen Universität München.

Die Diskussionrunde

In der anschließenden Diskussionsrunde stellte sich eine Expertenrunde erstmals den diesjährigen Kernfragen der Veranstaltung, heißt es bei der Uni: Muss sich die Betriebswirtschaftslehre (BWL) neu erfinden? Kann die BWL an Universitäten mit der Kombination von Wissenschaft und Ausbildungsstudiengang überzeugen? Ist die Einheit von Forschung und Lehre in der BWL up-to-date oder obsolet?

Am Podium saßen die amerikanischen Professor/inn/en Ranjani Krishnan von der Michigan State University und Sim Sitkin von der Duke University, Thomas Sattelberger, ehemaliger Vorstand Deutsche Telekom sowie WU-Professor Josef Zechner vom Institut für Finance, Banking and Insurance.

Neben dem Leitthema sind bei der Veranstaltung rund 500 Expert/inn/en aus Wissenschaft und Praxis präsent, es gibt Fachbeiträge und Symposien zu fast 150 betriebswirtschaftlichen Fragestellungen bis hin zu Gesprächen mit Unternehmensvertreter/inne/n über die Auswirkungen der digitalen Transformation.

Einheit von Forschung und Lehre obsolet?

Gerade auch in der europäischen Hochschulpolitik werde immer wieder diskutiert, inwieweit Universitäten sich auf die Lehre oder auf die Forschung spezialisieren sollen und ob das Humboldt’sche Ideal der Einheit von Forschung und Lehre weiterhin gelebt werden soll.

Dies sei für die BWL als Fachbereich für die praxisnahe Bildung sowie die (wissenschaftliche) Ausbildung besonders relevant, da sie zum einen in der Lehre von sehr vielen Studierenden nachgefragt wird und im Bereich der Executive Education eine wichtige Rolle übernimmt. Zum anderen habe sich die Forschung in der BWL inhaltlich und methodisch weiter ausdifferenziert und professionalisiert.

Die VHB-Tagung gehe deshalb der Frage nach, welche besonderen Vorteile in der BWL die Einheit von Forschung und Lehre bzw. die jeweilige Schwerpunktsetzung bringt, welche Umsetzungskonzepte existieren und welche langfristigen Szenarien mit den unterschiedlichen Entwicklungstrends verbunden sind.

Der VHB als Eisbrecher an den Unis

Um die BWL als Universitätsdisziplin zu etablieren, wurde bereits im Jahr 1921 der Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. (VHB) gegründet. Mit heute über 2.200 Mitgliedern, die sich wissenschaftlich auf dem Gebiet der Betriebswirtschaftslehre (BWL) betätigen, ist der VHB die führende wissenschaftliche Verbandsinstitution der BWL im deutschsprachigen Raum, so die WU.

Link: WU

 

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