20. Apr 2016   Recht

Vattenfall verkauft CO2-lastige Kraftwerke, Freshfields hilft

Berlin. Freshfields hat den Vattenfall-Energiekonzern beim Verkauf seiner Braunkohle-Kraftwerke und der Tagebaue in der Lausitz an den tschechischen Versorger EPH und Finanzinvestor PPF Investments beraten. Dabei kommen vier Kraftwerke und fünf Bergwerke sowie 7000 Jobs in Bewegung.

Der Verkauf sei die größte und komplexeste Transaktion in der europäischen Energiewirtschaft in diesem Jahr, so die Kanzlei.

Die Transaktion

Bestandteil der Vereinbarung ist neben der Veräußerung der Vattenfall Europe Generation AG mit vier Kraftwerken (insgesamt rund 8.000 Megawatt) sowie der Vattenfall Europe Mining AG (bestehend aus den fünf Braunkohletagebauen), auch die Ausgliederung der Bereiche Steinkohle (Kraftwerk Moorburg) und der Sparte Wasserkraft, die nicht Gegenstand des Verkaufs sind, in eine neue Tochtergesellschaft der Vattenfall GmbH.

Zudem wurden zehn Altkraftwerksstandorte, die historisch zum Kraftwerksgeschäft gehören und Teil der Transaktion sind, in die Vattenfall Europe Generation AG ausgegliedert.

Der Hintergrund

Vattenfall AB ist vollständig im Besitz des schwedischen Staates. Der Konzern hatte den Verkauf Ende 2014 angestoßen, um seine CO2-Bilanz zu verbessern. Zudem hatte die deutsche Bundesregierung im vergangenen Jahr beschlossen, alte Braunkohlekraftwerke Zug um Zug vom Markt zu nehmen, um die CO2-Ziele bis 2020 zu erreichen. Die Kraftwerke dienen bis dahin als Reserve, die Betreiber erhalten dafür Ausgleichszahlungen, erläutert die Kanzlei.

Für Vattenfall arbeiten in der Lausitz rund 7.500 Menschen. Die Verträge müssen noch von den Aufsichtsgremien und Kartellbehörden genehmigt werden.

Die Transaktion wurde überwiegend aus den M&A/Regulatory-Hubs von Freshfields Bruckhaus Deringer in Berlin und im Rheinland betreut, allein im Bereich Energiewirtschaftsrecht sind hier rund 50 Anwälte tätig, heißt es weiter. Das Freshfields-Team für Vattenfall umfasste federführend Annedore Streyl (Gesellschaftsrecht/M&A) und Wolf Friedrich Spieth (Regulierung und Umweltrecht).

Link: Freshfields

 

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