20. Nov 2017   Bildung & Uni Business Nova

Digitalisierung: Virtuell zu Besuch bei Porsche

Virtuelle Museumsführung Credit Sabine Braun Porsche
Virtuelle Museumsführung ©Sabine Braun / Porsche

Autos. Das Porsche Museum Stuttgart startet digitale Angebote für virtuelle Besucher: VR-Live-Führungen, Mixed-Reality-Formate, Apps.

Interessierte folgen dazu auf der Internetseite www.porsche.de/museum einem Museumsführer am Bildschirm von zu Hause aus durch die Sonderausstellung „Neue Wege. Jedes Ziel. Immer Porsche.“.

Damit will sich das Museum etwa bei Porsche-Fans beliebt machen, die eine zu weite Anreise hätten: „Die Lösung ermöglicht es uns, die Marke und die Historie des Unternehmens für einen erweiterten Personenkreis weltweit erfahrbar zu machen“, so Achim Stejskal, Leiter des Porsche Museums.

„Ob USA, China oder Brasilien – aus allen Ländern und Regionen der Welt kann man sich bei uns online einwählen. Dabei haben die Nutzer das Gefühl, sich direkt in der Ausstellung zu befinden“, sagt Stejskal.

Digitalisierung (fast) im Eigenbau

Die virtuellen Museumsführungen hat das Porsche Museum gemeinsam mit der Porsche Digital GmbH, einer  Tochtergesellschaft der Porsche AG, und dem englischen Start-up GoInStore, umgesetzt.

Thilo Koslowski, Geschäftsführer von Porsche Digital: „Das Pilotprojekt mit dem Porsche Museum brachte uns neue Erkenntnisse für künftige Konzepte und Kundenerlebnisse.“

 

3D Brille Credit Sabine Braun Porsche
3D-Brille ©Sabine Braun / Porsche

Die neuen Angebote im Einzelnen

So soll mit der „Microsoft HoloLens“ das digitale Erlebnisangebot in der Dauerausstellung ausgebaut werden. In der „Porsche Holographic Design Tour“ erläutert Porsche-Designer Matthias Kulla in Form eines Hologramms die klassischen Designmerkmale und Formensprache von Porsche am Beispiel eines realen 911.

Dazu setzt der Besucher eine Brille auf, die interaktive 3D-Animationen um einen echten Elfer herum projiziert. „Damit schaffen wir dem Besucher in einem architektonisch-reizvollem Umfeld ein einzigartiges Erlebnis“, meint Museum-Chef Stejskal.

Das Porsche Museum und die Designabteilung Porsche Style haben dieses Angebot in Zusammenarbeit mit US-Softwaregigant Microsoft entwickelt, wo HoloLens und generell neue VR-Lösungen zu den Hoffnungsträgern zählen.

Und was ist mit physischen Besuchern?

Dabei versprechen die Porsche-Museumsbetreiber, auch ihre physischen Besucher nicht zu vergessen: So soll das Parken durch ein neues digitales Angebot erleichtert werden.

Besucher des Porsche Museums sollen konkret ab sofort einen deutlich schnelleren Zugang zum Museum erfahren. Die Schranke zur Museums-Tiefgarage öffnet sich mit einer elektronischen Parkkarte, die im Pkw hinterlegt ist, zukünftig automatisch – so müssen Autofahrer kein Papierticket mehr ziehen. Abgerechnet werde dann am Monatsende.

Dahinter steckt eine App des Kölner Start-up Unternehmens Evopark, die auch freie Stellplätze in der Tiefgarage anzeigt und Autofahrer direkt dorthin navigieren kann.

Mit der App „Porsche Museum“ schließlich können Besucher Informationen für ihren persönlichen Rundgang durch die Ausstellung sowie die technischen Daten zu den Exponaten abrufen, inklusive Angaben zu Öffnungszeiten und Preisen (iOS, Android).

Während ihres Rundgangs durch die Ausstellung können die Besucher dabei auch ihre Favoriten unter den Exponaten auswählen und diese als elektronische Postkarte im sozialen Netzwerk Facebook teilen.

Link: Porsche Museum Stuttgart

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