20. Mai 2019   Recht

Eisenberger verkauft die Miss und weitere Deals

Graz / Wien. Medienunternehmen Styria verkauft mit Eisenberger & Herzog 50% der missMEDIA GmbH. Neues gibt es auch von Hogan Lovells und Wolf Theiss.

Dieter Thalhammer Credit Wilke
Dieter Thalhammer ©Wilke

Die Styria Medienhaus Lifestyle GmbH & Co KG verkauft 50% der Anteile an der missMEDIA GmbH an die Schweizer Digital Media House Holding AG. Das Closing der Transaktion erfolgte laut den Angaben noch am Tag des Signings.

Neue Wege für ein Medium

Die missMEDIA GmbH ist Verlegerin und Medieninhaberin des Printmagazins miss und Betreiberin eines Digital-Angebots, zu dem die miss-App, die Website miss.at, eine Präsenz auf Facebook und weitere Social-Media- Kanäle gehören.

Mit 625.000 Facebook-Fans, 75.000 Instagram-Followern, monatlich durchschnittlich vier Millionen Visits auf miss.at und 150.000 missAPP-Downloads sei miss eines der reichweitenstärksten Angebote innerhalb der Zielgruppe (Frauen zwischen 16 und 35 Jahren) im deutschsprachigen Raum. Hervorgehoben wird vor allem das Fan-Engagement der User(innen) in den sozialen Netzwerken.

Philipp Schrader Credit Stefan Seelig
Philipp Schrader ©Stefan Seelig

Durch den Verkauf an die Digital Media House Holding AG und das daraus resultierende Joint Venture soll die Expansion des Digital-Angebots der miss in den deutschen und Schweizer Markt weiter vorangetrieben werden, wie es heißt.

Styria wurde von Eisenberger & Herzog (Wien) beraten, konkret Philipp Schrader und Claudia Kendlbacher (beide Gesellschaftsrecht/M&A) sowie Dieter Thalhammer und Stefan Wartinger (beide Kartellrecht).

Hogan Lovells hilft Vienna House

Unter Leitung ihres Münchner Partners Nikolas Zirngibl hat die internationale Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells den österreichischen Hotelbetreiber Vienna House beim Erwerb von 17 Stadthotels und zwei Projekten von der Rostocker Unternehmensgruppe arcona beraten.

  • Der Deal betrifft laut den Angaben acht arcona Living und vier arcona Hotels sowie die fünf Steigenberger Betriebe des Franchisegebers Deutsche Hospitality und zwei Projekte in Greifswald und Mannheim.
  • Alle Mitarbeiter der verkauften arcona-Stadthotels werden von Vienna House übernommen. Die Hotels werden unter der Dachmarke Vienna House in Pacht geführt.

Der größte österreichische Hotelkonzern Vienna House betreibe und entwickle derzeit rund 40 Hotels in Europa mit dem Schwerpunkt auf Stadthotels unter den Marken Vienna House, Vienna House Easy und Vienna House R.evo.

Wolf Theiss unterzeichnet Belt & Road Declaration

Wirtschaftskanzlei Wolf Theiss hat die Pekinger Erklärung über die weitere Zusammenarbeit mit der BNRSC zur Unterstützung chinesischer Investitionen in Österreich und den CEE/SEE-Nachbarstaaten unterzeichnet.

Die BNRSC will als Plattform zur Integration von Dienstleistungsressourcen aus den Bereichen internationales und nationales Consulting, Rechtsberatung, Finanz- und Technologieberatung beitragen und Kontakte mit Handelskammern und Regierungsbehörden knüpfen. Zu den Gründern gehören laut der Plattform die China Chamber of Commerce of Metals, Minerals & Chemicals Importers & Exporters (CCCMC),China Overseas Development Association (CODA),DeHeng Law, die Internationale Handelskammer von Kasachstan und auch Wolf Theiss selbst.

Die am 25. April 2019 unterzeichnete Pekinger Erklärung beschreibe die Kooperationsgrundsätze für Infrastrukturinvestitionen und Streitbeilegungen.

Christian Mikosch, Partner bei Wolf Theiss und Leiter des Wolf Theiss China Desk, unterzeichnete in Peking gemeinsam mit Jiayan Zhu, Senior Associate bei Wolf Theiss, das Pekinger Protokoll der BNRSC. Wang Li, Vorsitzende der BNRSC und der chinesischen Anwaltskanzlei DeHeng sowie verschiedene andere Teilnehmer aus Ländern entlang der Belt & Road nahmen an dem Treffen teil.

Die Bedeutung der China-Achse

Dieses Zusammentreffen sei für die Beziehungen zwischen China, Österreich und der CEE/SEE-Region von großer Bedeutung. Wolf Theiss koordiniere aktiv chinesische Investitionen entlang der Belt & Road von Polen über die Ukraine bis Albanien.

„Think Tanks wie die BNRSC sind bedeutende Plattformen für die Infrastrukturprojekte der Belt & Road Initiative“, so Mikosch: „Diese Art von Think Tanks sind nicht nur politische Erklärungen, sondern erste Umsetzungsschritte internationaler Experten aus den Bereichen Recht und Finanz, die konkrete Arbeit leisten, um das Belt & Road-Projekt voranzutreiben“.

Wolf Theiss hat bereits bei der Errichtung von Forschungs- und Entwicklungszentren chinesischer Automobilhersteller in Österreich beraten, sowie bei der Übernahme von Gorenje durch die Hisense Group. Auch wurde CRRC bei ihren Investitionen in die tschechischen Bahnindustrie beraten.

 

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