03. Jan 2011   Recht

Starke Verzögerungen beim Großprojekt Justizzentrum Korneuburg

Claudia Bandion-Ortner ©BMJ

Korneuburg/Wien. Das neue Justizzentrum Korneuburg, das die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) zur Zeit im Auftrag des Justizministeriums errichtet, wird erst wesentlich später als geplant fertig gestellt sein und seinen Betrieb aufnehmen können, meldet der NÖ Wirtschaftspressedienst.

War man im September 2009 beim Spatenstich noch von einer rund zweijährigen Bauphase und einem Fertigstellungstermin im November 2011 ausgegangen, so wird das 75 Millionen Euro teure Bauvorhaben nun frühestens Mitte 2012 abgeschlossen sein.

Das teilt Justizministerin Claudia Bandion-Ortner auf eine parlamentarische Anfrage des Nationalratsabgeordneten Christian Lausch von der FPÖ mit, heißt es.

Als Begründung für den langsamen Baufortschritt nennt die Justizministerin „Verzögerungen im Vergabeverfahren des Gewerkes Fassade“, so der NÖ Wirtschaftspressedienst.

Pilotprojekt der Justiz

Das neue Justizzentrum Korneuburg, das mit zwei Gebäudekomplexen auf 26.000 Quadratmetern Nutzfläche ein Landes- und Bezirksgericht, eine Staatsanwaltschaft sowie eine Justizanstalt in sich vereint, soll Österreichs modernstes Justizgebäude werden und gilt seitens des Bundesministeriums als ein Pilotprojekt. Das Bauwerk wird als Niedrigenergiehaus mit Passivhaus-Elementen ausgeführt – europaweit einzigartig für ein öffentliches Gebäude, wird berichtet.

Link: Justizministerium

    Weitere Meldungen:

  1. „Grassierende Korruption und Angriffe auf Rechtsstaat“
  2. Gastbeitrag: „Höchste Zeit für professionelle Litigation-PR“
  3. Gerichtspräsidenten fordern Besetzungsreform
  4. „Unschuldsvermutung muss das bleiben, was sie ist“