13. Jan 2016   Recht

Immo-Experte Nemetschke zu den Beratungstrends 2016

Alfred Nemetschke ©NHK
Alfred Nemetschke ©NHK

Wien. Die anwaltliche Beratung ist gerade auch bei Immobilientransaktionen eine Vertrauensfrage, die Mandanten wollen erfahrene Anwälte, gleichzeitig herrscht in der heutigen Zeit hoher Kostendruck und der Wunsch nach besonders raschem Tempo, sagt Alfred Nemetschke, Partner und Gründer von Nemetschke Huber Koloseus Rechtsanwälte.

Die Dauer der Due Diligence-Prüfung soll möglichst kurz gehalten werden, Uhr und Rechenstift beherrschen den Ablauf der Transaktionen. Die Anwälte sind daher zu hoher Effizienz angehalten, gleichzeitig aber auch auf die Qualität des vom Verkäufer zur Verfügung gestellten Unterlagenmaterials angewiesen. „Unser Verständnis ist, dass der Anwalt auch wirtschaftlich mit- und manchmal auch vordenkt“, sagt Nemetschke.

Damit ist mehr denn je Vielseitigkeit gefragt. Die „Bringschuld der Mandanten“ sei möglichst umfassende Information und Kommunikation mit ihren Anwälten:“Wir bringen die beste Leistung, wenn wir das große Bild haben“, so Nemetschke.

Der Reiz der großen Projekte

Freilich sei es derzeit durchaus eine Freude für einen auf Immobilienrecht spezialisierten Anwalt, in seinem Fachgebiet tätig zu sein: Große Projekte wie der jüngst erfolgreich über die Bühne gegangene Verkauf des Franz-Josefs-Bahnhofs (mit dem Nemetschke Huber Koloseus beauftragt war) machen Spaß. „Da geht es manchmal wirklich im wahrsten Sinn des Wortes vom leeren Blatt Papier bis zum Signing und Closing“

Es geht dabei nicht zuletzt auch um die interprofessionelle Zusammenarbeit mit Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Technikern und um vorausschauendes, planendes rechtliches Projektmanagement. Fachkenntnis kann auch Fehler vermeiden helfen: So bringe bei Bauprojekten die Beauftragung eines Generalunternehmers zwar typischerweise Aufschläge von 8 bis 10 Prozent bei den Kosten, kann aber dafür höhere Kosten später in der Gewährleistungsverfolgung vermeiden, so Nemetschke. Umso wichtiger sei dabei auch das persönliche Gespräch. „Die Auftraggeber bemerken zunehmend, dass sie mit dem elektronischen Kontakt allein nicht mehr weiterkommen.“

Link: Nemetschke Huber Koloseus

 

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