22. Feb 2016   Business Tipps

Wo Vitamin B punktet und wo Jobbörsen & Co

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Nürnberg. Fast ein Drittel (29 Prozent) aller Neueinstellungen kommen über persönliche Kontakte zustande. Die Stellenangebote der Medien und die staatliche Arbeitsvermittlung folgen auf Platz 2 und 3. Erst dahinter rangieren Online-Jobbörsen und andere Angebote, so eine aktuelle IAB-Studie für Deutschland. Allerdings kommt es ganz auf den Beruf an – und kann sich bei Akademikern umkehren.

Die IAB-Stellenerhebung ist eine regelmäßige Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Ergebnisse im Detail:

  • 29 Prozent aller Neueinstellungen kommen über persönliche Kontakte zustande.
  • Stellenangebote in Zeitungen und Zeitschriften bringen Arbeitgeber und neue Mitarbeiter bei 14 Prozent der Neueinstellungen zusammen.
  • Ebenfalls bei 14 Prozent der Neueinstellungen führen die Dienste der Bundesagentur für Arbeit einschließlich ihrer Internetangebote zur Stellenbesetzung.
  • Den IAB-Experten zufolge werden nur 12 Prozent der Stellen über andere Internet-Jobbörsen als die der Bundesagentur für Arbeit besetzt.
  • 11 Prozent der Neueinstellungen erfolgen über Stellenangebote auf den eigenen Internetseiten der Arbeitgeber.
  • 10 Prozent werden über Initiativbewerbungen oder Bewerberlisten besetzt.

Akademiker profitieren vom Web

Andere Besetzungswege spielen dagegen eine vergleichsweise kleine Rolle. Das „Vitamin B“ der Bewerber spiele auch weiter eine tragende Rolle, wenn es um Neueinstellungen geht.

  • In Bezug auf qualifizierte Akademiker wird allerdings einschränkend angemerkt, dass diese am häufigsten über Internet-Jobbörsen eingestellt werden. Bei ihnen stehen die persönlichen Kontakte erst an zweiter Stelle.
  • Bei Personen mit mittlerer Qualifikation sind persönliche Kontakte und die klassischen Stellenangebote in Zeitungen und Zeitschriften die dominierenden Besetzungswege.
  • Bei ungelernten Arbeitskräften folgen nach den persönlichen Kontakten die Dienste der Bundesagentur für Arbeit.

Im vierten Quartal 2015 gab es insgesamt 1,038 Mio. offene Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt, wie die IAB-Stellenerhebung deutlich macht. Das sind 58.000 mehr als vor einem Jahr. Das IAB untersucht viermal jährlich das gesamte Stellenangebot, also auch jene Stellen, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. Im vierten Quartal 2015 wurden den Angaben zufolge Antworten von 13.000 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche ausgewertet. (pte)

 

 

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