17. Mrz 2016   Bildung & Uni Recht Tipps

Nicht genügend auf Diplomarbeit nicht anfechtbar, so VwGH

©ejn
©ejn

Wien. Gegen Prüfungen, bei denen die Uni gepatzt hat, können neuerdings rechtliche Schritte eingeleitet werden. Das müsste doch erst recht auch bei der Diplomarbeit möglich sein, meinte ein Student.

Das Universitätsgesetz sieht keinen Rechtsschutz gegen die Beurteilung einer Diplomarbeit vor. Lediglich bei Prüfungen kann – wenn bei der Durchführung schwere Mängel aufgetreten sind – eine negative Beurteilung bekämpft werden.

Der Anlass

Ein Student der Universität für Bodenkultur erhob dennoch Beschwerde gegen die negative Beurteilung seiner Diplomarbeit, blieb damit aber auch vor dem Verwaltungsgerichtshof (VwGH) erfolglos. Der Verwaltungsgerichtshof verwies darauf, dass der Gesetzgeber nur eine Kontrolle der Beurteilung von Prüfungen im Hinblick auf „Exzesse“ ermöglichen wollte, nicht aber auch eine Kontrolle der Beurteilung wissenschaftlicher Arbeiten.

Eine planwidrige Gesetzeslücke, die durch Analogie zu schließen wäre, liegt demnach nicht vor, so das Höchstgericht. Gegen die negative Beurteilung einer wissenschaftlichen Arbeit kann daher kein Rechtsmittel erhoben werden (Ro 2014/10/0061).

Link: VwGH

 

    Weitere Meldungen:

  1. Klimaschutz-Kläger rufen die Höchstgerichte an
  2. „Handy um null Euro“: Höchstgericht verurteilt Magenta
  3. OGH urteilt zu Irreführung bei befristeten Sonderangeboten
  4. Causa BUWOG: Schriftliches Urteil zugestellt