24. Jun 2016   Bildung & Uni Business Tech

Prototypen-Wettbewerb PRIZE 2016 bietet 1 Mio. Euro

Wien. Sind Sie Forscher und wollen eine richtig gute Idee mit Händen greifbar machen? Österreichs mit 1 Million Euro dotierter universitärer Prototypen-Wettbewerb PRIZE 2016 könnte passen.

Das Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsministerium hat jetzt den Call für wirtschaftlich verwertbare Prototypenprojekte von österreichischen Forschungseinrichtungen eröffnet.

Das Programm im Detail

Die Prototypenförderung PRIZE ist Teil des Programms „Wissenstransferzentren und IPR-Verwertung“, das die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft stärken soll.

PRIZE fördere seit nunmehr zehn Jahren den effizienten Wissenstransfer heimischer Forschungseinrichtungen, indem diese gezielt bei der Erstellung von Prototypen unterstützt werden. Bisher wurden 72 Projekte mit insgesamt 6,9 Millionen Euro gefördert. Als ‚Proof of Concept‘ bilden Prototypen einen wesentlichen Meilenstein zur wirtschaftlichen Verwertung, heißt es: Vorbildhaft sei etwa ein Projekt der SIMCharacters GmbH. Das Wiener Unternehmen entwickelt lebensechte Patientensimulatoren für Behandlungen an Kindern, mit denen medizinische Teams kritische Situationen in der Kindernotfallmedizin unter hochrealistischen Bedingungen trainieren können. Ein richtungsweisendes Produkt soll nun heuer im Herbst den Marktstart haben.

Ein wesentliches Anliegen sei auch, die Zusammenarbeit von Universitäten und Forschungseinrichtungen untereinander weiter voranzutreiben und zu fördern, so die aws-Geschäftsführung Bernhard Sagmeister und Edeltraud Stiftinger. Daher werden Projekte, die die Universitäten in Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG), den Fachhochschulen, dem IST Austria und der Christian Doppler Gesellschaft (CDG) durchführen, mit bis zu 150.000 Euro gefördert. Projekte ohne diese Kooperationspartner erhalten Förderungen von maximal 100.000 Euro.

Bewerbung und Entscheidung

Projekteinreichungen sind bis zum 16. September 2016, 12.00 Uhr, direkt bei der aws möglich. Ein fünfköpfiges Bewertungsgremium entscheide über das Budget, das vom BMWFW zur Verfügung gestellt wird. Bei den Projekten werden bis zu 70 Prozent der Gesamtkosten gefördert und die Projektlaufzeit darf 18 Monate nicht überschreiten. Grundvoraussetzung bei den Einreichungen sei der Bedarf der jeweiligen Technologie bei heimischen Klein- und Mittelbetrieben.

 

 

    Weitere Meldungen:

  1. Erneute Covid-19-Steuerstundung? Frist läuft bald ab
  2. Hochschul-Pakt: 14 Mio. Euro EU-Förderung für Uni Graz
  3. Entscheidungen: Wie man sieht, krankt’s an der Umsetzung
  4. Quarantäne-Aus bringt viele arbeitsrechtliche Fragen