Betriebsunterbrechungen meistern: Neues Handbuch

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Austrian Standards. Das Buch „Business Continuity − Ihre Krisenstrategie: Betriebsunterbrechungen meistern mit ÖNORM EN ISO 22301:2020“ setzt auf verbindliche Abläufe gegen Krisen.

Die Neuerscheinung gibt einen kompakten Überblick darüber, wie sich Unternehmen auf Notlagen vorbereiten können, heißt es bei Austrian Standards: Jeder Betrieb kann, auch unverschuldet, in eine Situation geraten, in der einfach nichts mehr geht. Die Produktion steht still, Webseiten sind nicht mehr verfügbar, Schlüsselmitarbeiter sind ausgefallen, Lieferketten wurden unterbrochen.

Die Liste der möglichen Störfälle, die zu einer Betriebsunterbrechung führen können, reicht von Naturkatastrophen über Ausfälle in der Energie- oder Telekommunikationsversorgung bis zu Cyber-Attacken, Unfällen oder auch Epidemien und Pandemien – wie es zahlreiche Unternehmen und Organisationen aufgrund von Covid-19 derzeit gerade erleben müssen.

Eine Norm als Antwort auf Krisen

Ein vorausschauendes, aktualisiertes und umfassendes Business Continuity Management (BCM) könne bei der Auswahl von angemessenen Lösungen helfen und auch mit langwierigeren Krisensituationen fertig werden, so Autor Wolfgang H. Mahr: Er gibt in der Neuerscheinung im Verlag von Austrian Standards einen Einblick in die Grundlagen von BCM. „Um in der Lage zu sein, auch größere Ereignisse zu bewältigen, ist es wichtig, ein standardisiertes BC-Vorgehen zu wählen. Dadurch können für das Unternehmen Vorteile erreicht werden, wie Verbesserung von Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsfähigkeit“, so Mahr.

BCM ist ein methodischer Managementansatz, der die Abläufe und Geschäftsbereiche in einem Unternehmen oder einer Organisation ganzheitlich betrachtet, mögliche Gefahren identifiziert und proaktiv einen umfassenden Plan zur Wiederherstellung des Betriebs bzw. zur Minimierung einer plötzlichen Störung des Betriebes bereitstellt.

Eine verbindliche Anforderungsliste für eine Vorgangsweise für Unternehmen auf hohem Niveau (Zertifizierung) stelle dabei die aktualisierte ÖNORM EN ISO 22301:2020 dar. Sie sei insbesondere für mittlere bis große Unternehmen eine geeignete „große Lösung“, heißt es weiter.

Business Continuity Management sei allerdings ein fortlaufender Prozess, der immer wieder adaptiert werden muss: „Im Idealfall sollte ein entsprechendes Schutzkonzept bereits bei der Gründung und Konzeption eines Unternehmens berücksichtigt bzw. erstellt werden. Eine frühe Berücksichtigung ist ebenfalls bei der Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen von Vorteil, da eine spätere ‚Rucksack‘-Lösung in der Regel viel teurer wird und die Realisierung meist enorme Schwierigkeiten mit sich bringt“, so Mahr.

Der Autor

Autor DI Dr. Wolfgang H. Mahr ist spezialisiert auf Business Continuity Management, mit Expertise in IT-Governance, IT-Sicherheit, Business Management, Marketing, Account und Product Management. Er ist Certified Information Systems Auditor (CISA), Fachautor, Mitarbeiter in internationalen Normungsgremien (ISO TC/292, CEN TC/391) u.a.

 

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