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Business, Finanz, Recht, Tools

VIG-Gruppe verbreitert Blockchain-Einsatz

Doris Wendler ©Wiener Städtische / Ian Ehm

Digitalisierung. Die VIG-Tochter Wiener Städtische setzt die Blockchain ab heuer breit in der Transportversicherung ein.

Das Firmengeschäft der Wiener Städtischen stellt in der Transportversicherung jährlich bis zu 3.000 Versicherungszertifikate aus, heißt es bei der Tochter der Vienna Insurance Group (VIG): Dabei handelt es sich um wichtige Dokumente des Frachtverkehrs, mit denen Versicherungsnehmer bzw. Dritte eine Leistung in Anspruch nehmen können.

Durch den Einsatz der Blockchain-Technologie können Kunden diese künftig selbst erstellen, so die Städtische. „Das Thema Blockchain ist in der Wiener Städtischen längst keine Neuheit mehr. Neu ist jedoch der Einsatz im täglichen Versicherungsgeschäft“, so Vorstand Doris Wendler: „In der Transportversicherung des Firmengeschäfts profitieren Kundinnen und Kunden künftig von den zahlreichen Vorteilen der Technologie.“

Neue Plattform spart Zeit

Kunden der Wiener Städtischen können demnach in der Transportversicherung die benötigten Versicherungszertifikate für bevorstehende Transporte über eine eigene Plattform erstellen – selbstständig und rund um die Uhr. Dadurch sparen sie Zeit, denn die Versicherungszertifikate können unmittelbar vor ihrem Einsatz erstellt werden, ohne sich Tage oder Wochen vorher darum kümmern zu müssen, heißt es. Der Ablauf.

  • Jeder Kunde verfügt über ein eigenes Nutzerprofil, das – je nach bestehendem Vertrag – gewissen Parametern unterliegt. Diese Parameter entscheiden darüber, für welche Transporte Zertifikate vom Versicherungsnehmer eigenständig erstellt werden können.
  • Um ein Zertifikat zu erhalten, gibt der Kunde die Eckdaten des Transportes, wie die Route, das Transportmittel oder den Warenwert, auf der Plattform ein. Entsprechen diese Details dem Versicherungsvertrag, könne der Kunde das Dokument downloaden und ausdrucken.
  • Entsprechen Transporte aus verschiedenen Gründen nicht dem zugrundeliegenden Versicherungsvertrag, könne der Vorgang über die Plattform vorerst nicht abgeschlossen werden. In diesem Fall werde ein Underwriter verständigt, der nach individueller Prüfung das Zertifikat genehmigen oder ablehnen kann. Dadurch werde sichergestellt, dass keine Zertifikate ausgestellt werden können, die vertraglich nicht gedeckt sind.
  • Auch der Empfänger der Waren profitiert von der neuen Technologie, so die Städtische: Sobald er das Dokument erhält, kann er es über dieselbe Plattform prüfen und validieren lassen.

Partner und Ausbau

Abgewickelt wird das Geschäft über eine eigens geschaffene Plattform, die vom Schweizer Startup Versicherix erstellt wurde. Mit Versicherix habe man einen „idealen Partner gefunden“, so Wendler.

Aktuell befindet sich das System in der Testphase, ab April erstellen die ersten Kunden der Wiener Städtischen ihre Zertifikate selbstständig über die Plattform. Eine flächendeckende Ausrollung für alle Kunden, die die Plattform nützen möchten, soll laut den Angaben noch im Laufe des Jahres 2021 erfolgen.

 

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