15. Feb 2022   Business Recht Steuer

Österreichs Bevölkerung erreicht 9 Millionen-Grenze

Tobias Thomas ©Statistik Austria / Ranger-Marton

Countdown. Zu Jahresbeginn 2022 lebten 8.979.894 Menschen in Österreich, um 47.230 (+0,53%) mehr als ein Jahr zuvor. Und das Wachstum wird stärker, so neue Statistik Austria-Zahlen.

Konkret verzeichnete Österreich 2021 eine stärkere Bevölkerungszunahme als im Jahr zuvor (2020: +31.600 Personen bzw. +0,36%). Einen noch größeren Anstieg der Einwohnerzahl gab es zuletzt im Jahr 2018 (+49.402 Personen bzw. +0,56%). Das sind die heute veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse der österreichischen Statistikanstalt Statistik Austria.

Wachstum nur durch Zuwanderung

„Österreich wächst weiter. Nachdem die Bevölkerung im Jahr 2021 um 0,53% auf 8,98 Mio. angestiegen ist, wird sie im Laufe des Jahres 2022 voraussichtlich die Neun-Millionen-Marke erreichen. Das Bevölkerungswachstum geht dabei ausschließlich auf Menschen mit nicht-österreichischer Staatsangehörigkeit zurück. Ohne sie wäre Österreich im Jahr 2021 nicht gewachsen, sondern geschrumpft“, sagt Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Oberösterreich wächst am stärksten

  • Mit +0,65% verzeichnete Oberösterreich 2021 die größte prozentuale Bevölkerungszunahme aller Bundesländer Österreichs.
  • Ebenfalls über dem Bundesdurchschnitt lagen die Zuwächse in Vorarlberg (+0,59%), Wien (+0,57%), Tirol (+0,55%) sowie im Burgenland (+0,54%).
  • Etwas unter dem österreichweiten Bevölkerungswachstum rangierten Niederösterreich und die Steiermark (je +0,48%) sowie Kärnten (+0,44%).
  • Mit +0,36% fiel der Anstieg der Einwohnerzahl im Bundesland Salzburg am geringsten aus

Die rasch wachsenden Bezirke

Auf regionaler Ebene gab es 2021 in insgesamt 77 politischen Bezirken einen Bevölkerungszuwachs:

  • Am stärksten fielen die Zugewinne in der burgenländischen Landeshauptstadt Eisenstadt (+2,31%), Im Bezirk Graz-Umgebung (+1,63%) sowie in den beiden Statutarstädten Wiener Neustadt (+1,49%) und Villach (+1,36%) aus.
  • Auch die politischen Bezirke Braunau, Bruck an der Leitha, Vöcklabruck, Leibnitz, Urfahr-Umgebung und Imst verzeichneten ein Bevölkerungswachstum von mehr als einem Prozent.

Rückläufig entwickelten sich die Bevölkerungszahlen in 17 politischen Bezirken:

  • Am stärksten schrumpfte die Einwohnerzahl in der Kleinstadt Rust (-0,75%) sowie in den Bezirken Murau (-0,72%) und Gmünd (-0,50%).
  • Die Einwohnerzahl ging auch in den Städten Innsbruck, Salzburg, Steyr und Waidhofen an der Ybbs zurück, sowie in den übrigen drei Bezirken des Waldviertels (Horn, Waidhofen an der Thaya und Zwettl), in Lilienfeld, in Güssing, den beiden steirischen Bezirken Südoststeiermark und Murtal sowie den drei Kärntner Bezirken Wolfsberg, Spittal an der Drau und Hermagor.

Wien wächst – aber nicht überall

Innerhalb Wiens verzeichneten 14 Gemeindebezirke einen Bevölkerungsrückgang, während es in neun Gemeindebezirken zu einem Anstieg der Einwohnerzahl kam:

  • Am stärksten wuchsen Liesing (+3,03%), Donaustadt (+2,53%) und Floridsdorf (+2,45%).
  • Die größten Bevölkerungsverluste gab es hingegen in Margareten (-1,18%), Mariahilf (-1,17%) und Neubau (-1,09%).

17,7% der Bevölkerung sind ausländische Staatsangehörige

Den vorläufigen Ergebnissen zufolge lebten am 1. Jänner 2022 insgesamt 1.587.251 Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft in Österreich. Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger an der Gesamtbevölkerung stieg damit von 17,1% am 1. Jänner 2021 auf 17,7% am 1. Jänner 2022.

Im Laufe des Jahres 2021 erhöhte sich somit die Zahl der ausländischen Staatsangehörigen um 56.179 Menschen (+3,67%), während die Zahl der österreichischen Staatsangehörigen rückläufig war (-8.949 Personen bzw. -0,12%), so die Statistik Austria-Zahlen.

 

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