Neue Deals bei Dorda, Brandl & Talos und Freshfields

10. Jan 2019   Recht Tech

Wirtschaftskanzleien. Dorda berät cyan bei einem Lizenzdeal mit Orange. Neues gibt es auch von BTP zu GoLending und Freshfields zu adesso.

Kanzlei Dorda hat das an der Frankfurter Börse notierende IT-Sicherheitsunternehmen cyan AG bei einem internationalen Ausschreibungsverfahren rechtlich unterstützt und beim Abschluss eines Gruppenlizenzvertrages mit dem französischen Telekommunikationsanbieter Orange beraten.

Die Vereinbarung, die Kunden von Orange-Konzerngesellschaften in 28 Ländern Zugang zu cyan Produkten ermöglichen soll, stelle den mit Abstand größten Vertrag in der Unternehmensgeschichte von cyan dar. Das cyan-Produktportfolio bietet Sicherheitslösungen für Smartphones, Tablets und PCs. Das Unternehmen mit Sitz in München hat Tochtergesellschaften und Niederlassungen in Wien und im Burgenland, ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Ödenburg (Ungarn) sowie Landesgesellschaften in Kolumbien, Mexiko, Chile, den USA Staaten und Neuseeland.

Das Dorda-Beratungsteam stand unter der Führung von Andreas Mayr (Partner, Corporate/M&A/Capital Markets) und bestand neben Partner Axel Anderl (Leiter des IP/IT und Datenschutzteams) aus Nino Tlapak (Rechtsanwalt, IT/IP und Datenschutz) und Adrian El Daly (Rechtsanwaltsanwärter, Corporate/M&A/Capital Markets).

Wann schützt ein Kontrollsystem vor Verwaltungsstrafen?

Bei Verstößen gegen verwaltungsstrafrechtliche Vorschriften werden grundsätzlich die vertretungsbefugten Organe (also meist Geschäftsführer oder Vorstand) bestraft. Einem verantwortlichen Organ drohe aber dann keine Verwaltungsstrafe, wenn es ein wirksames Kontrollsystem eingerichtet hat, macht Kanzlei Brandl & Talos (BTP) in aktuellen Klienteninfos aufmerksam: Wie ein solches Kontrollsystem konkret ausgestaltet sein muss, um Straffreiheit zu erwirken, war bisher unklar.

Einen Anhaltspunkt zu den Anforderungen an ein wirksames Kontrollsystem bieten nun aber die Gesetzesmaterialien zur aktuellen Novelle des Verwaltungsstrafgesetzes (VStG), so BTP. Demnach wird eine „qualitätsgesicherte Organisation“ verlangt, die durch externe Prüfung oder durch interne Überwachung regelmäßig kontrolliert wird. Es gibt noch detailliertere Angaben, der Nachweis obliegt dem Chef.

Auch in eigener Sache gibt es News von BTP: Demnach hat man die GoLending AT GmbH bei der Erstellung eines Kapitalmarktprospekts für die Emission von qualifizierten Nachrangdarlehen im Gesamtemissionsvolumen von EUR 30 Millionen beraten (Laufzeit 5 Jahre). Die in Wien ansässige Golending AT GmbH betreibt ein Online-Pfandhaus. Zum Team von Brandl & Talos gehörten Partner Christopher Schrank, Rechtsanwalt Martin Kollar und Rechtsanwaltsanwärter Hannes Schlager.

Freshfields berät die adesso AG bei SE-Gründung

Freshfields Bruckhaus Deringer berät die im General Standard der Deutschen Börse notierte und im CDAX geführte adesso AG mit Sitz in Dortmund bei der SE-Gründung. Die beabsichtigte SE-Gründung wurde von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen und das Arbeitnehmerbeteiligungsverfahren werde jetzt eingeleitet.

Die dualistische Unternehmensleitung soll auch mit der neuen Rechtsform fortgeführt werden. Die Aktionäre sollen auf der ordentlichen Hauptversammlung am 17. Mai 2019 über die SE-Gründung durch Verschmelzung der adesso Beteiligungsverwaltung AG mit Sitz in Wien auf die adesso AG unter gleichzeitigem Formwechsel dieser in die SE beschließen.

Im letzten Geschäftsjahr 2017 betrug der Umsatz von adesso laut den Angaben rund 321 Millionen Euro in 23 Standorten in Europa. Mit der Umwandlung in die Rechtsform der über nationale Grenzen bekannten SE soll die strategisch europäische Ausrichtung der adesso-Gruppe mit einer europäischen Unternehmensidentität verbunden werden, wie es heißt.

Das beratende Freshfields-Team bilden Christoph H. Seibt, Neda von Rimon, Karsten Krumm (alle Gesellschaftsrecht, Hamburg), Klaus-Stefan Hohenstatt, Patrick Wendler, Benjamin Köpple, Christopher Krois (alle Arbeitsrecht, Hamburg), Konrad Gröller, Daniel Lungenschmid und Lisa Reisch (alle Gesellschaftsrecht, Wien), Leonhard Prasser und Benedikt Sprinzl (alle Arbeitsrecht, Wien).

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