Recht

Neue Deals bei bpv Hügel, CMS, Dorda und Schönherr

Christian Herbst ©Schönherr

Wien / London. Die Kernaktionäre von C-Quadrat holen sich die Mehrheit mit Schönherr zurück, bpv Hügel hilft Constantia-Aktionäre besänftigen und mehr.

Wirtschaftskanzlei Schönherr hat eine von der San Gabriel Privatstiftung und dem C-Quadrat Vorstandsmitglied Cristobal Mendez de Vigo kontrollierte Investmentgesellschaft, beim Rückerwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Cubic (London) Limited beraten und vertreten.

Die Cubic-Mehrheitsbeteiligung bringt laut den Angaben indirekt die Mehrheit an der C-Quadrat Investment AG. Verkäufer sei die HNA Group (International) Asset Management Co. Limited, Hong Kong. Die in Hong Kong ansässige Investmentgesellschaft Jebsen Group werde eine Minderheitsbeteiligung halten.

Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden, unter anderem in Österreich, Großbritannien und Armenien.

Das Objekt der Begierde

Die 1991 in Wien gegründete C-Quadrat Investment Group besteht aus mehreren unabhängigen Asset-Management-Unternehmen, die sowohl auf quantitative als auch auf diskretionäre Absolute- und Total-Return-Strategien spezialisiert sind.

C-Quadrat verfügt heute über Büros in Wien, London, Frankfurt, Paris, Genf, Zürich, Madrid und Jeriwan und ist in mehr als 20 Ländern Europas und Asiens aktiv, heißt es weiter. Die Jebsen Group wiederum wurde 1895 gegründet und ist ein auf Vertrieb und Investments spezialisiertes privates Familienunternehmen mit Sitz in Hongkong und Wurzeln in Europa.

Die HNA Group ist ein globales Unternehmen, das sich auf die Luftfahrt und luftfahrtbezogene Bereiche mit Assets und operativen Aktivitäten in den USA, Europa und Asien fokussiere.

Das Schönherr Transaktionsteam bestand aus Christian Herbst (Partner, Corporate/M&A) und Maximilian Lang (Counsel, Corporate/M&A) sowie Peter Feyl (Partner, Banking & Finance) und Matthias Pressler (Rechtsanwalt, Banking & Finance).

bpv Hügel erzielt Vergleich zur Squeeze-out Abfindung für Constantia Flexibles

Kanzlei bpv Hügel hat die Constantia Flexibles beim Vergleich über die Squeeze-out Abfindung an die Minderheitsaktionäre der ehemals börsenotierten Constantia Packaging AG beraten.

Die gerichtliche Nachprüfung der angemessenen Abfindungshöhe ist von den Minderheitsaktionären nach dem Squeeze-out bei Übernahme der CPAG-Gruppe durch One Equity Partners im Jahr 2010 beantragt worden – die Causa hat also schon einige Jahre auf dem Buckel. bpv Hügel hatte die Vertretung der Constantia Flexibles im Jahr 2016 übernommen.

In zuletzt fünf Monaten außergerichtlichen Verhandlungen wurde eine Einigung mit rund 35 Antragstellern und der gerichtlich bestellte Vertreterin, der nicht selbst antragstellenden Aktionäre, erzielt, so die Kanzlei. Der Vergleich über insgesamt rund 50 Mio Euro sei letzte Woche abgewickelt worden.

Das Verfahren unterstreiche die Position der Kanzlei „bei der Vertretung in Überprüfungsverfahren zu Abfindungen und Umtauschverhältnissen und das Know-how an der Schnittstelle von Bewertungsfragen, Gesellschaftsrecht und Konfliktlösung“, so Christoph Nauer, Corporate- und Kapitalmarktrechtspartner bei bpv Hügel.

Im Beratungsteam waren auch Daniel Reiter (Rechtsanwalt, Corporate/Capital Markets), Paul Pfeifenberger (Rechtsanwalt, Dispute Resolution), Kornelia Wittmann RA/StB (Partnerin, Tax) und Nicolas Wolski RA/StB (Rechtsanwalt, Tax).

CMS berät HGA Österreich bei Immo-Verkauf an Oberösterreichische

Die HGA Österreich hat kürzlich ihr Bürogebäude in der Gudrunstrasse 179 im 10. Wiener Bezirk Favoriten an die Oberösterreichische Versicherung AG veräußert. Die Verkäuferin wurde bei dieser Immobilientransaktion von CMS in Wien rechtlich betreut. Die Immobilie umfasst rund 7600 m² an vermietbarer Fläche auf insgesamt fünf Etagen und besteht sowohl aus Büro-, Geschäfts- und Lagerflächen.

Bei dem als Asset Deal abgewickelten Kauf haben Nikolaus Weselik (Partner und Leiter des Bau- und Immobilienrechtsteams bei CMS in Wien) sowie Helmut Bruckner (Senior Lawyer bei CMS) beraten.

Dorda berät Kapsch beim Verkauf von CarrierCom und PublicTransportCom

Martin Brodey und Christian Ritschka, Corporate M&A Partner bei Kanzlei Dorda, haben die Kapsch Gruppe beim Verkauf ihrer Geschäftsbereiche CarrierCom und PublicTransportCom im Rahmen eines Share Deals beraten. Käufer ist der börsennotierte Linzer Technologiekonzern S&T.

Das Signing der Transaktion fand laut den Angaben am 23. 5. 2019 statt, das Closing steht unter dem Vorbehalt allfälliger behördlicher Genehmigungen.

Die Unternehmensbereiche

  • Kapsch CarrierCom ist Anbieter von Kommunikationslösungen für Mission-Critical Networks. Der Schwerpunkt liegt auf Planung, Entwicklung, Aufbau und Wartung von GSM-R (Global Systems for Mobile Communications-Railways) Netzen.
  • Kapsch PublicTransportCom bietet Lösungen für den Öffentlichen Personennahverkehr an.

Im vergangenen Geschäftsjahr erzielten die beiden Bereiche mit knapp 500 Mitarbeitern einen Umsatz von ca 120 Mio Euro. „Die beiden Kapsch Geschäftsbereiche CarrierCom AG und die Public TransportCom waren aufgrund ihrer starken Marktstellung und ihres Produktportfolios attraktive Targets in der Technologiebranche“, so Ritschka. Brodey, Leiter der Dorda Corporate M&A Praxisgruppe: „Hier haben sich zwei österreichische, hochinnovative Erfolgsunternehmen getroffen und eine rasche Einigung gefunden.“

 

    Weitere Meldungen:

  1. Neue Chefs und neue Partner bei Schönherr
  2. J.P. Morgan kauft Logistikpark mit Hengeler Mueller
  3. Drei neue Partner bei Kanzlei Cerha Hempel
  4. Aldo Kamper wird neuer CEO von ams Osram