Ein Stück Finanzkrise abgearbeitet: Immigon hat fertig

01. Jul 2019   Finanz Recht

Wien. Die Finanzmarktaufsicht FMA hat per Bescheid die Abwicklung der „immigon portfolioabbau ag“ für beendet erklärt. Das ist die Bad Bank der früheren ÖVAG.

Die Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA hat Ende der Vorwoche ein Stück Bewältigung der Finanzkrise in Österreich geleistet – oder besser gesagt, sie hat amtlich den Abschluss der Aufräumarbeiten verkündet. Konkret hat die FMA per Bescheid festgestellt, dass der Betrieb der „immigon portfolioabbau ag“ gemäß Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) beendet ist.

Die immigion ist die Abwicklungsgesellschaft des ehemaligen Spitzeninstituts des Volksbankensektors, der ÖVAG. Nachdem die Probleme im Gefolge der Finanz- und Eurokrise virulent wurden, haben sich die Volksbanken mit einem neuen Spitzeninstitut – der früheren Volksbank Wien – neu aufgestellt.

Zuvor hatte die immigion der FMA mitgeteilt, dass bereits alle Bankgeschäfte abgewickelt wurden und mit € 926 Mio. genügend liquide Mittel vorhanden sind, um alle bestehenden und zu erwartenden zukünftigen Verbindlichkeiten zu befriedigen, heißt es in der Aussendung der Behörde weiter.

Löschung erfolgt erst in zehn Jahren

Die Hauptversammlung der immigion hat bereits am 15. 5. 2019 den Auflösungsbeschluss gefasst und die Ithuba Capital AG als gesellschaftsrechtlichen Abwickler bestellt.

Einige verbriefte Verbindlichkeiten im Volumen von insgesamt rund € 200 Mio. haben noch Restlaufzeiten bis maximal 2028, weshalb die Löschung aus dem Firmenbuch erst 2029 erfolgen kann, so die FMA. Erst dann – über 20 Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise – wird dieses Kapitel also restlos zu den Akten gewandert sein.

Link: FMA

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