21. Dez 2020   Business Recht

Women in Law lud zur virtuellen Diskussionsrunde

Sophie Martinetz, Susanne Mortimore ©Future-Law

Event. Das virtuelle Networking Frühstück von Women in Law in Kooperation mit LexisNexis und Future-Law fokussierte den Wandel durch Covid-19.

Mit dabei waren diesmal Ursula Roberts (PwC Legal), Julia Fritz (PHH), Alexandra Jirovsky (Kapsch TrafficCom) und Susanne Mortimore (LexisNexis). Moderiert wurde die Diskussion von Women in Law-Gründerin Sophie Martinetz (Future-Law). Neben den Speakerinnen waren rund 40 interessierte Zuhörerinnen und zwei männliche Teilnehmer anwesend.

  • Bereits beim Women in Law-Lunch im September 2020 hat sich laut den Veranstaltern gezeigt, dass Unternehmensstrukturen im Alltag große Auswirkungen auf die Gleichstellungsarbeit haben. Während sich viele Unternehmen in der Theorie schon lange für eine aktive Gleichberechtigungspolitik aussprechen, sollen demnach gleichgebliebene Strukturen die Umsetzung in der Praxis behindern, hieß es.
  • Das Thema Gleichstellung im Arbeitsalltag ist kein ausschließlich weibliches Problem, meinte Alexandra Jurovsky: „Auch Männer stehen vor dem Problem, dass die anderen männlichen Kollegen sie abstempeln, wenn sie mehrmals oder länger in Karenz gehen.“
  • „Will man die derzeitigen Strukturen wirklich aufbrechen, gehört mehr dazu als nur zu reden. Es müssen aktiv Chancen geschaffen werden, zum Beispiel indem unternehmensintern die Möglichkeit zur Kinderbetreuung geboten wird, und auch Teilzeitmitarbeiterinnen und -mitarbeitern bewusst in spannende und wichtige Projekte eingebunden werden“, so Julia Fritz.

Nach einer Podiumsdiskussion wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen aufgeteilt um unterschiedliche Fragestellungen auszuarbeiten. Die Ergebnisse wurden anschließend reflektiert – beispielsweise, wie veraltete Stereotype abgeschafft werden können.

Veränderte Strukturen durch Covid-19

Gerade die Covid-19 Pandemie habe dazu beigetragen, den Grundstein für modernere Strukturen zu legen: Ein breiteres Verständnis und mehr Offenheit gegenüber flexiblen Modellen und digitalem Arbeiten sei nun vorhanden, so die Meinung mehrerer Teilnehmerinnen.

Zwar bestehe noch Aufhol- und Verbesserungsbedarf, aber der Zwang zum Homeoffice habe einige Fortschritte gebracht, hieß es. Hier sah die Diskussionsrunde zukünftig die Arbeitgeber, die in einen Wettkampf geraten könnten, im Zugzwang.

 

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