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Business, Recht, Steuer

Jetzt mehr als 30% Chefinnen, so Grant Thornton

©ejn

Studie. Trotz Pandemie hat der Frauenanteil in Führungspositionen weltweit die 30%-Marke geknackt. In der EU ist die Schwelle von einem Drittel überschritten.

Der weltweite Frauenanteil in den Führungsetagen mittelständischer Unternehmen ist auf 31% gestiegen. In der EU hat der Anstieg des Frauenanteils in Führungspositionen bereits 34% erreicht. Das geht aus dem aktuellen „Women in Business Report“ (Teil des „IBR-International Business Reports“) des Beratungsunternehmens Grant Thornton anlässlich des Weltfrauentags am 8. März hervor.

Darin werden laut den Angaben regelmäßig weltweit rund 10.000 mittelständische Unternehmen aus allen Branchen und Industriezweigen zu wirtschaftlichen Entwicklungen und Trends im Mittelstand befragt.

Alle Weltregionen außer Asien-Pazifik

Die kritische Schwelle von 30% wurde im untersuchten Zeitraum in allen berücksichtigten Regionen überschritten, einzige Ausnahme ist die Asien-Pazifik-Region, in der der Anteil noch bei 28% liegt. Die Corona-Pandemie beschleunige zwar die Entwicklung flexiblerer Arbeitsformen, bringe aber tendenziell höhere Belastungen für Frauen, heißt es weiter.

In den letzten beiden untersuchten Jahren (2019 und 2020) war der globale Wert hartnäckig bei 29% geblieben. Nun sei die kritische Schwelle von 30% überschritten, die notwendig ist, um eine Veränderung in Entscheidungsprozessen herbeizuführen. „Der Anstieg des Frauenanteils in Führungspositionen innerhalb der EU auf 34% und die Überschreitung der 30%-Marke beim globalen Frauenanteil in Führungspositionen ist ein wichtiger Meilenstein für Unternehmen, aber das Ziel ist damit noch nicht erreicht. Wenn Firmen die Vorteile der Geschlechterparität nutzen wollen, müssen sie weiterhin Maßnahmen ergreifen, die es Frauen ermöglichen, ihre Ambitionen zu verwirklichen“, so Bettina Unterberger, Partnerin bei Grant Thornton Austria.

Es gibt auch mehr weibliche CEOs

Die Studie zeigt außerdem, dass im Vergleich zum Vorjahr mehr Frauen in operativen Führungspositionen tätig sind:

  • Der Anteil der weiblichen CEOs hat sich um 6 Prozentpunkte auf 26% erhöht,
  • der der weiblichen CFOs ist um 6 Prozentpunkte auf 36% gestiegen und
  • der Anteil der weiblichen COOs hat um 4 Prozentpunkte auf 22% zugelegt.
  • Rückläufig ist hingegen der Frauenanteil in den traditionelleren Führungspositionen im Personalbereich, dort ist er um 2 Prozentpunkte auf 38% gesunken.

Corona beeinträchtigt die Gleichstellung

Trotz dieser positiven Entwicklung stelle sich die Frage, wie sich die Covid-19-Pandemie auf Frauen, insbesondere auf berufstätige Mütter, auswirkt. Daten der Vereinten Nationen zeigen, dass Frauen schon vor der Pandemie dreimal so viel unbezahlte Hausarbeit geleistet haben wie Männer. Die Corona-Krise scheine diese Ungleichheit noch zu vergrößern.

„Die Gleichstellung der Geschlechter leidet unter der Corona-Pandemie. Viele Frauen kümmern sich neben ihrem Job oftmals auch noch um Kinderbetreuung, Homeschooling und Haushalt. Ohne Entgegenkommen von Unternehmensseite in Bezug auf flexible Arbeitszeiten oder projektbezogenes Arbeiten ist dies kaum möglich“, so Claudia Modarressy, Partnerin bei Grant Thornton Austria und selbst Mutter zweier Kinder.

Mehr Flexibilität gefragt

Mehr als zwei Drittel (69%) der Befragten sind übrigens der Meinung, dass mit der Corona-Pandemie einhergehende Arbeitsmodelle in ihrem Unternehmen langfristig vorteilhaft für die Karriere von Frauen sein werden. „Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie bei der Gestaltung der zukünftigen Arbeitsumgebung die Lehren aus der Pandemie ziehen. Je mehr Flexibilität sie ihren Beschäftigten zugestehen, desto attraktiver werden sie als Arbeitgeber sein“, so Modarressy.

 

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