12. Mai 2022   Bildung & Uni

Lange Nacht der Forschung: 50 Stationen an der Uni Wien

©ejn

Wien. Am 20. Mai steht Österreichs größte Uni im Zeichen der Langen Nacht der Forschung. Dabei ist auch ein Zelt am Uni Wien Campus jungen Forscher*innen der Vienna Doctoral Schools gewidmet.

Konkret zeigen in dem Zelt am Campus junge Forscher*innen, wie sie Antworten auf die spannenden Fragen der Zukunft suchen. Dazu gibt es auch ein eigenes Kinderprogramm. Im Hauptgebäude stehen Medienstationen und Podiumsdiskussionen zu Hugo Portischs Lebenswerk sowie eine Multimedia-Ausstellung zu Max F. Perutz und der Erforschung des Hämoglobins am Programm (Freitag, 20. Mai 2022, 17:00 bis 23:00 Uhr).

Die Themen am Campus der Universität Wien

  • Die jungen Forscher*innen der Vienna Doctoral Schools präsentieren einen bunten Fächermix im Zelt am Uni Wien Campus: Von Mikrobiologie und Umweltwissenschaft über Physik, Chemie, Pharmazie, Geologie, Astronomie sowie Ernährungswissenschaften und Psychologie bis hin zu (Kunst)Geschichte und Soziologie.
  • Doktorand*innen zeigen, wie sie zu ihren Erkenntnissen kommen, erklären Versuchsanordnungen und laden zum Experimentieren ein.
  • Die Students Acting Shakespeare Society lädt zu einem Rendezvous mit dem großen englischen Schriftsteller und seinen Dramen und Komödien.
  • Anthropologe Khaled Hakami nimmt seine Gäste auf eine Reise in die Steinzeit mit, indem er das Nomadenvolk der Maniq vorstellt.
  • Das Institut für Politikwissenschaft vermittelt Wissenswertes über Ablehnungskulturen und rechte Politik in Europa.
  • Das Institut für Zeitgeschichte präsentiert auf Initiative des Zeithistorikers Oliver Rathkolb gemeinsam mit ORF III und dem ORF Archiv das Lebenswerk von Hugo Portisch, der als ORF-Dokumentarist weit über Österreichs Grenzen hinaus bekannt war. In zwei Podiumsdiskussionen und vier Medienstationen wird Portischs Lebenswerk reflektiert: Mit dem digitalisierten schriftlichen Nachlass, der Feinindizierung von 800 Stunden Rohmaterial der Interviews für Österreich I und Österreich II sowie dem ORF-Archiv-Zugang entstand laut Uni die größte thematische Oral History-Sammlung Österreichs.
  • Die Ausstellung „Breathing at High Altitude“ widmet sich dem Leben und Werk von Max Ferdinand Perutz, Pionier auf dem Gebiet der Molekularbiologie. Er erforschte das Protein Hämoglobin, das für den Transport von Sauerstoff im Blut verantwortlich ist. Sein Leben als Sohn einer jüdischen Unternehmerfamilie war geprägt von der Emigration nach Großbritannien, Jahren als „enemy alien“ und unermüdlicher Forschungsarbeit, die schließlich im Nobelpreis für Chemie im Jahr 1962 ihren Höhepunkt fand. Die Mulitmedia-Ausstellung ist im Arkadenhof des Hauptgebäudes an der Ringstraße zu besichtigen.

Blick in die Sterne und Welt der Chemie

  • Auf der Sternwarte im 18. Bezirk laden die hauseigenen Teleskope sowie mehrere Kleinteleskope auf der Terrasse zum Blick in den Himmel ein. In Führungen, Ausstellungen und Stationen werden sowohl geschichtliche Aspekte der Astronomie beleuchtet also auch hochmoderne Observatorien der jetzigen und zukünftigen Generation vorgestellt, so die Uni. Auch hier gibt es ein eigenes Kinderprogramm.
  • An der Fakultät für Chemie im 9. Bezirk warten spannende Vorträge, u.a. über den Teilchenbeschleuniger VERA, sowie chemische und physikalische Phänomene als auch Live-Experimente auf die Besucher*innen.
  • Das virtuell nachgebaute Musikwissenschaftliche Institut gibt online Einblicke in seine Forschungsaktivitäten.

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