30. Sep 2022   Bildung & Uni Personalia

Neues Rektorat an der Uni Wien: Ära Schütze beginnt

Regina Hitzenberger, Christa Schnabl, Sebastian Schütze, Manuela Baccarini, Ronald Maier ©Der Knopfdruecker

Ab 1. Oktober. Der neue Uni Wien-Rektor Sebastian Schütze tritt mit drei neu ernannten Vizerektorinnen und -rektoren an: Manuela Baccarini, Christa Schnabl und Ronald Maier.

Mit 1. Oktober beginnt die vierjährige Funktionsperiode des neuen Rektorats der Universität Wien. Auf Vorschlag des neuen Rektors Sebastian Schütze und nach zustimmender Kenntnisnahme durch den Senat der Universität Wien und Wahl durch den Universitätsrat werden laut Uni folgende Vizerektor*innen bestellt:

  • Manuela Baccarini für den Bereich „Forschung und Internationales“
  • Christa Schnabl für den Bereich „Studium und Lehre“
  • Ronald Maier für den Bereich „Digitalisierung und Wissenstransfer“
  • Den Bereich „Infrastruktur“ leitet weiterhin interimistisch bis Jahresende Regina Hitzenberger.

Die feierliche Inauguration von Schütze findet am 3. Oktober, 11 Uhr im Großen Festsaal der Universität Wien statt.

Das Statement zum Amtsantritt

„Als neuer Rektor möchte ich den erfolgreichen Weg der Universität Wien in ihren Kernaufgaben Forschung und Lehre fortführen. Um die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen – Stichwort Klimawandel, Energieknappheit, Krieg in der Ukraine, Corona-Pandemie –, ist die Perspektivenvielfalt der Universität Wien mit ihrer Fächerbreite für Lösungsansätze gefragter denn je“, so Sebastian Schütze in einer Aussendung zum Amtsantritt. Universitäten geben Stabilität und Orientierung gerade in Krisenzeiten, so der neue Rektor weiter: Dies geschehe auch durch konsequente Förderung der Forschung an jenen Schnittstellen, „wo verschiedene Disziplinen an gesellschaftlich relevanten Fragestellungen zusammenarbeiten. Dort passiert Innovation.“

Die Laufbahnen

Sebastian Schütze ist nach akademischen Stationen an der Freien Universität Berlin, an der Bibliotheca Hertziana (Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte) in Rom und der Queen’s University in Kingston/Kanada seit 2009 Professor für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Wien und dort seit 2018 Dekan der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät. Er ist wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Seine Forschungsschwerpunkte liegen laut den Angaben im Bereich der Kunst- und Kulturgeschichte Italiens, der Sammlungsgeschichte in Wien und Mitteleuropa und der produktiven Wechselwirkungen zwischen Literatur und bildender Kunst. Dabei sei es ihm ein besonderes Anliegen, die Ergebnisse seiner Forschungen auch im Rahmen internationaler Ausstellungen für das große Publikum zugänglich zu machen.

Manuela Baccarini, Professorin für Zelluläre Signalübertragung an den Max Perutz Labs der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien, ist ab 1. Oktober 2022 Vizerektorin für Forschung und Internationales. Die gebürtige Italienerin schloss ihr Doktorat an der Universität „La Sapienza“ in Rom ab. Nach Stationen am Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg, am Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Molekulare Biologie in Hannover und am Albert Einstein College der Yeshiva University in New York war sie drei Jahre Gruppenleiterin am Fraunhofer-Institut, bevor sie an das Department für Mikrobiologie, Immunbiologie und Genetik am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Wien wechselte. Zwischen 2007 bis 2017 fungierte sie als Vize-Dekanin und stellvertretende Direktorin der Max Perutz Labs. Bis September 2022 leitete Baccarini die Doktoratsschule „Vienna BioCenter PhD program“ der Universität Wien und Medizinischen Universität Wien und war Leiterin der Studienprogramme „Molekulare Biologie“ (Universität Wien) und „Molekulare Biowissenschaften“ (joint PhD Studium Universität Wien/Medizinische Universität Wien). Sie ist gewähltes Mitglied der EMBO (European Molecular Biology Organization) und korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Ronald Maier ist seit 1. Oktober 2019 Vizerektor für Digitalisierung und Wissenstransfer, war zuletzt Professor für Wirtschaftsinformatik und leitete seit 2008 das Institut für Wirtschaftsinformatik, Produktionswirtschaft und Logistik an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Er studierte Wirtschaftsinformatik an der Johannes-Kepler-Universität Linz und promovierte an der WHU – Otto Beisheim School of Management in Koblenz. Nach einer Gastprofessur am Terry College of Business an der University of Georgia in Athens (USA) habilitierte er sich an der Universität Regensburg. Von 2002 bis 2007 leitete er den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Christa Schnabl ist seit 2007 Vizerektorin an der Universität Wien, zunächst für Studierende und Weiterbildung, seit 2011 für Studium und Lehre. Sie studierte an der Universität Wien Katholische Theologie, wo sie nach beruflichen Tätigkeiten in der theologischen Erwachsenenbildung und nach einem Studien- und Forschungsaufenthalt in Münster schließlich 1998 zu Hannah Arendts Relevanz für die theologische Ethik promovierte. Nach ihrer Habilitation 2004 im Bereich Sozialethik und Gastprofessuren in Frankfurt am Main und Fribourg war Schnabl Professorin am Institut für Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, wo sie auch bis 2007 als Vizedekanin der Fakultät tätig war.

Regina Hitzenberger ist seit 2015 Vizerektorin für Infrastruktur. Sie studierte an der Universität Wien Physik, Astronomie und Mathematik und promovierte 1982. Nach Forschungsaufenthalten in den USA und Japan habilitierte sie sich 1993 und war ab 1997 zunächst außerordentliche Professorin an der Fakultät für Physik, seit 2012 ist sie Professorin für Aerosol- und Clusterphysik. Regina Hitzenberger ist unter anderem Mitglied in der American Association for Aerosol Research und der American Geophysical Union.

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